15.06.2010 - 16 Uhr

Susi-Schnusi wird wieder abgeholt. Zwei Zähne sind gezogen worden unter Narkose, alle Laborparameter waren erstaunlicherweise im Normbereich. So sollte es doch an den Zähnen gelegen haben, dass sie monatelang nicht so richtig gefressen hat. Man glaubt es kaum, dass Katzen Schmerzen sooo derart verschleiern können. Denn sonst wären wir sofort gegangen. Das mit den Zähnen haben wir einfach nicht gesehen.

Mia-Wau war heute wieder draußen. Im Park spazieren gehen gefällt ihr überaus gut, zumal sie jetzt langsam die Richtungen bewusster wahrnimmt, und mich fast lenkt. Auch die Darm­peristaltik funktioniert bestens. 
Dann saßen wir grad eben wieder wie im Altenheim alle beieinander. Ich auf der Couch, direkt mit Körperkontakt Mia-Wau neben mir auf IHRER Hündchendecke; und auf meinen Oberschenkeln die Schwarzafrikanische, die ohne Zweifel fest davon über­zeugt ist, dass in IHREN Adern blaues Blut fließt. 
Das Lustige an der Situation eben war – führen wir uns vor Augen, wir sind ja immer noch in der Eingewöhnungsphase -, dass Mia-Miau den Kopf beständig ostentativ wegdrehte, den Blickkontakt zur Hündin etwas scheute, da die Nähe beider zueinander jetzt eine sehr geringe war. Und trotzdem wollte Mia-Miau eben auch bleiben, ihren „alteingesessenen“ Anspruch an mir verteidigen.
Mia-Wau merkte von dieser (un)heimlichen Koketterie so gut wie gar nichts, weil die Hundeäuglein vom anstrengenden Laufen längst geschlossen waren. Und manchmal wagte die Katzendame dann doch einen kurzen Blick dorthin ... – was sie in dem Moment wirklich dachte, ja, das hätte mich echt interessiert. Aber es war ein ruhender, eher duldender Blick. Ich nenne diesen jetzt mal vorschnell den: „Na gut – o.k., wenn de sooo friedlich bist, dann kannste, wenn meine Dosenöffnerin  das  unbedingt  will,  von mir aus auch bleiben–Blick.“  

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