Der lange Weg ...

Für viele Menschen ist dieses Video, eines entspannt auf dem Rücken liegenden Hundes der die Streicheleinheiten seines Menschen genießt, nichts Besonderes.

Für Menschen, die sich für einen absoluten Angsthund mit unschöner Vergangenheit entschieden haben, ist es das Größte.

6 Monate hat Pini gebraucht um ihren Menschen zu Vertrauen und es wird weiterhin täglich daran gearbeitet.

Wir können uns nur bedanken und glücklich schätzen, dass wir immer wieder Menschen kennenlernen durften, die Zeit, Liebe und vor allem Geduld für diese Hunde mit einer schlimmen Vergangenheit aufgebracht haben.

Text von Familie K. im Namen von Pini, vermittelt im Mai 2021, eine sehr ängstliche Hündin aus Ungarn:

Huhu Frau Richter, hier ist Pini. Ich finde es so klasse, dass ihr mich da rausgeholt habt und ich so langsam mein Leben genießen kann. Im Moment habe ich noch etwas Probleme damit die Freiheit zu genießen. Ich habe Angst, dass das alles nur ein Traum ist und ich irgendwann wieder aufwache. ABER ich mache gerade jeden Tag gute Fortschritte.

Mein Katzenkumpel Dino wäscht mir täglich die Nase und die Ohren, aber ich bin doch ein Mädel und mach mich immer hübsch. Nachdem ich gemerkt habe, dass die täglichen Spaziergänge toll sind, gehe ich jetzt auch schon selbstständig in den Gang und mich muss dort keiner mehr raustragen, bin auch schon schneller draußen als mein Stiefbruder Pepe.

Gestern bin ich auch zum ersten Mal selber ins Auto gehüpft und bin auch gleich auf den Sitz gesprungen, wow, von da aus kann man ja auch aus diesem Auto schauen. So viel zu entdecken. Vor vorbeifahrenden Autos und Traktoren habe ich noch etwas Angst, aber meine neuen Eltern passen da toll auf mich auf und stellen sich da immer vor mich. Heute Nacht habe ich mich sogar auf mein Kissen auf dem Sofa getraut, obwohl dieser komische Papa da gelegen ist, so schlimm ist der gar nicht.

Ich genieße es in der Sonne zu liegen, ob im Garten oder im Wintergarten, so schön. Dort habe ich auch Mama im Blick, ob die im Garten auch alles richtig macht. Jeden Morgen und Abend bekomme ich ein lecker Frühstückshäppchen und ein Betthupferl, da freue ich mich immer sehr drauf und steh auch gleich vor dem Leckerli-Schrank parat.

Meine Mam und mein Paps sagen ich schnarche, wenn ich schlafe, kann gar nicht sein, denn ich bin doch eine Lady. Die vielen Küsse von Mama sind noch gewöhnungsbedürftig, und wenn ich geknuddelt werde, kommen auch gleich alle Kumpels angelaufen und wollen mitkuscheln.

Irgendwie gefällt es mir hier sehr gut. Für Sie liebe Frau Richter ein herzliches Wuff, das mach ich nicht oft, bin lieber noch ruhig und oft zurückhaltend.

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