Kapitel 09: Wunder geschehen

22. Juli 2014

Hier kommt Rätselrunde Nr. 2: Wer war es?

In der Nacht stieß ich mit meinem Fuß an einen weichen, warmen Katzenkörper. Dieses Gefühl hatte ich so intus, dass ich auch aus dem tiefsten Schlaf sofort aufwachte.

Da lag eine Katze in meinem Bett!!! Das erste Mal!!! Wer traute sich denn da??? Ich kam um vor Neugierde und hielt es schließlich nicht mehr aus! Es half alles nichts, ich musste das Licht anmachen. Tatsache ist, ich lag falsch mit meiner Vermutung! :-)

Tiefenentspannt, langgestreckt, nicht ein Ohr zuckend lag da einer aus unserem Quartett auf meiner Bettdecke! In keiner Weise irritiert vom Licht oder meinen Bewegungen. Logisch, dass ich ganz schnell wieder das Licht ausgemachte, mich vorsichtigst hingelegte und dieser Katze weiterhin selbstlos meine Bettdecke überlieߟ. Wer brauchte schon eine Bettdecke, wenn es endlich mal eine der vier Katzen bis in mein Bett gewagt hatte???

Auflösung im nächsten Bericht: leider ohne Beweisfoto, das ich auch zu gerne selbst gehabt hätte!

Thema: Katzenfutter

Definitiv eine Wissenschaft für sich!!! Und diesmal wollten wir es richtig machen! Die Krankheiten unserer letzten Katzen waren durch das schlechte Futter verstärkt, wenn nicht verursacht worden. Wir standen in Tierfutterläden und studierten Dose um Dose, wir lasen Testberichte und reimten uns den Rest zusammen.

Mehr als 80 verschiedene Geschmäcker aus hochwertigen Zutaten waren kurze Zeit später auf dem Weg zu uns! Die perfekte Katzenmama legte einen ganzen Abend Listen an, um zukünftige Vorlieben und Preise genau zu notieren und zu vergleichen. Für den nächsten Monat war vorgesorgt ... der arme Paketzusteller tat uns allerdings etwas Leid ... !!!

Langsam bekamen wir auch einen Überblick, was jeder der Katzen so für Vorlieben hatte.

Mucki präferierte spanische Tapas. Er liebte die Abwechslung und kleine Portionen, möglichst sechsmal am Tag. Dann mochte er wirklich alles. Aufgrund seiner Zahnfleischentzündung fiel ihm das Essen eh nicht leicht und aߟ daher langsam und geduldig.

Tamy bevorzugte Fisch in allen Varianten und war süchtig nach Breckies und Bonbons. Beim Fressen war sie eine richtige Zicke und schob alle, die ihr im Weg waren, hartnäckig mit der Pfote weg. Wenn sie nichts fand, was sie mochte, holte sie sich Hilfe von Bodyguard Mucki. Schlau, wie sie war, bettelte sie ihn so hartnäckig an, bis Mucki herzhaft gähnte, seinen Schlafplatz verließ und sich von Tamy bis zur Küche schieben ließ. Dann saß er da, wartete ab, bis Tamy das von mir neu geöffnete Futter endlich gefressen hatte und ging dann wieder schlafen. Das Mäuschen war echt unglaublich!

Raspi schrie am lautesten, wenn es an die Essensvorbereitungen ging. Sie fraߟ dann wahllos und hektisch ein paar Bissen von allem, was so da war und verschwand schnell wieder. Anscheinend hatte sie wichtige Termine.

Hanki musste man immer etwas überzeugen, dass das Futter lecker war. Er fraß am liebsten allein und unbeobachtet, dann aber ausgiebig und genüsslich.

Mucki und seine Zähne

Schöner Mist! Mucki und seine Zähne! Die Tierärztin wollte es mit einem speziellen Antibiotikum gegen Zahnfleischentzündung versuchen. Vielleicht waren ja doch Bakterien im Spiel. zweimal täglich, alle zwölf Stunden den Inhalt einer Kapsel und das 14 Tage lang.

Optimistisch gingen wir ans Werk. Wir hatten noch jede Form von Medikament in unsere Katzen hineinbekommen. So kauften wir Sahne, Katzen-Pasten-Leckerli, Katzen-Leberwurst und Lachspaste. Erst mal wollten wir schauen, auf was er ansprang, bevor wir das gepulverte Antibiotikum verschwendeten.

Fazit: er mochte gar nichts! Er roch hin und die Sache war für ihn beendet. Wir scheiterten auf ganzer Linie. Nach 1,5 Stunden Hingebettele und liebevollem Streicheln, auf dem Boden hinter ihm her rutschend gaben wir auf. Mucki wollte die harte Tour.

Die Türen schlossen sich nach und nach, der Fluchtweg wurde verkürzt, wir saßen wieder mal mit Mucki in unserem Flur und schwitzten vor uns hin. Mein Mann packte ihn und ich schob ihm die Spritze mit aufgelöstem Pulver ins Mäulchen. Wir hofften, dass die Menge genug war, die er da schluckte. Frustriert dachte ich darüber nach, dass diese Aktion nun noch 27-mal auf uns wartete. Bloß nicht darüber nachdenken!

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