Kapitel 17: Happy Birthday!

22. Oktober 2014

Happy Birthday, liebes Trio!

Ganze vier Monate waren sie schon bei uns und nun wurden unsere drei Kleinen ein Jahr alt. Das musste doch groß gefeiert werden. Wir wollten die Tradition aufrechterhalten und holten ein Hähnchen vom Wienerwald. Sehr gespannt zerlegten wir in Windeseile eine kleine Portion und stellten die Schüsselchen auf den Boden. Kurz irritiert schnuffelten sie daran, fanden den Inhalt mehr als in Ordnung und stürzten sich darauf. Geburtstagsgeschenk gelungen! :-)

Raspi

Raspi soll nun ein Jahr alt sein??? Unvorstellbar! Dieses kleine Püppchen, das einfach nicht größer werden wollte? Unsere Terrorprinzessin war noch immer die Verspielteste und Wildeste des Trios. Immer neugierig und wuselig hatte sie nie Zeit zu Essen, denn sie könnte ja wertvolle Spielminuten verpassen. Ihre sofortige Bedürfnisbefriedigung stand nach wie vor an erster Stelle, ansonsten konnte sie ganz schön aggressiv werden. Am liebsten hatten wir sie, wenn sie während wichtiger Telefonate neben uns stand und wie ein Jochgeier schrie. :-)

Ihr lautes Organ ist echt beeindruckend. Inzwischen reagieren wir allerdings auf ihr Schreien gar nicht mehr, gehen unzählige Male an ihrem Catcharmer vorbei, nehmen ihn aber nicht. Sobald sie mal ne Sekunde ruhig ist, wird sofort gespielt. Unsere konsequente Erziehung trägt langsam die ersten Früchte. Nun wartet sie an der Tischkante sitzend LEISE fragend ab, bis wir das Spielzeug in die Hand nehmen. :-)

Aber es gibt auch eine sehr sanfte und liebevolle Seite an ihr. Unendlich hingebungsvoll und zufrieden genießend streckt sie sich schnurrend unter unseren streichelnden Händen.

Tamy

Unsere geheimnisvolle Schönheit - Wir liebten sie, wenn sie völlig aufgedreht mit irrem Blick und aufgeplustertem Schwanz durch die Wohnung raste. Sie fühlte sich pudelwohl im Kreis ihrer Familie und hatte inzwischen viele Plätze entdeckt, an denen sie tief und entspannt schlafen konnte.

Auch sie war höchst neugierig und interessierte sich für viele Menschenaktivitäten, wie Einkäufe verräumen und kochen. Hier wuselte sie mit Freude um unsere Beine, schnuffelte hier und dort.

Weiterhin liebte sie unsere eingeführten Rituale. Allen voran die gemeinsame Breckies-Runde morgens und abends. Nachdem sie Katzenbonbons aller Art unendlich liebte, wurde sie hier richtig mutig ( ... oder gierig ... ). Inzwischen fraß sie die Bonbons direkt aus meiner Hand. Welche Fortschritte! Wenn wir sie für Sekundenbruchteile anfassten, schüttelte sie sich zwar noch unwillig, sprang aber nicht mehr entsetzt weg. Es wird ... !

Das Katzennetz auf der Terrasse diente nach wie vor ihrem täglichen Sportprogramm. Sie kletterte an den dünnen Fädchen von unten nach oben, machte Klimmzüge und hangelte sich an zwei Krallen von links nach rechts. Unsere gewagte Konstruktion erzitterte jedes Mal, hielt aber den Turnübungen stand.

Hank

Die Hirnzellen, die Tamy zu viel hatte, hatte Hanki eindeutig zu wenig. Mit seinem einfachen Gemüt mussten wir echt schauen, dass er nicht zu kurz kam, denn beim Verteilen des Fressens und der Leckerlis war er zu langsam. Dafür war er selig, wenn er auf der Terrasse ein Flieglein jagen konnte. Das war für ihn viel spannender, als den anderen eine Maus abzuluchsen oder sich beim gemeinsamen Spiel mit dem Catcharmer hinten anzustellen.

Aber er war auch sehr sensibel und fürsorglich. Nachts bewachte er mich liebevoll, als ich krank im Bett lag. Wenn es mich aus dem Schlaf riss, weil mich der nächste Hustenanfall schüttelte, blieb er ungerührt auf mir liegen und jodelte leise sein Beileid.

Außerdem hatte Hank sich eine lustige Gesetzmäßigkeit zurechtgelegt. Sie schien zu lauten: »Je dunkler es draußen ist, um so ungefährlicher sind meine Menschen!« Denn nur bei Dunkelheit ließ er streicheln, knuddeln und schmuste sehr hingebungsvoll mit uns.

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