Kapitel 30: Panzerknacker überlistet!

Wette unter Katzen???

Unter unseren Katzen scheint eine Wette zu laufen... Wer von uns Vieren schafft es, die meisten Klosteinchen mit den Pfoten in der Wohnung zu verteilen?

Ich kann Euch sagen, es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen und sie werden von Tag zu Tag besser! Die Klosteinchen sind wirklich überall in der Wohnung und ich bin mit Hilfe meines besten Freundes Roomba täglich gut beschäftigt!

Wenn ihre monströsen Katzentoiletten frisch gemacht werden, beäugen sie begeistert meine Arbeit und wuseln mir um die Beine. Raspi konnte es gar nicht aushalten und machte ein Aufregungspisel in den Notfalleimer!

Endlich! Die Panzerknacker sind überlistet!

Bestimmt zweimal pro Woche gelang es unseren Panzerknackern, die Box mit den Bonbons zu knacken. Triumphierend beobachteten sie mich, während ich wütend vor mich hin schimpfend die zerrupften Einzelteile der verschiedenen Packungen wieder einsammelte. Denn natürlich hatte jeder SEINE bevorzugte Marke und Sorte, so dass jeder sicher vor Konkurrenz ist.

 Egal, in welche Box ich die Bonbons packte, egal wie ich die Box unterm Sofa festklemmte – die Biester bekamen jede Art von Verpackung auf.

Ich musste mir wieder was Neues einfallen lassen... Es kam die Zeit, in der den Süßen wieder mal kein Essen schmeckte, ich auf stur schaltete und mir dachte, wenn der Hunger nur groß genug wäre, würden sie schon fressen...

Eines Morgens öffnete ich die Tür und 4 maßlos saure Katzen fielen über mich her. Sie miauten in allen Tonlagen, Raspi quietschte, Mucki jammerte, Hanki schrie und Tamy glich ihr leises, heiseres Miauen mit einem vernichtenden Blick aus.

Oha - was war los? Die Näpfe waren unberührt, das Essen inzwischen unansehnlich und vertrocknet. Im Wohnzimmer wurde mir dann schnell das Problem der Katzen klar!

YYYEEEAAAAAHHHHH!!! Spiel – Satz und Sieg!!! Ich hatte endlich DEN unknackbaren Bonbon-Tresor gefunden! Ist zwar mit etwas Aufwand verbunden, um die verschiedenen Bonbonsorten umzufüllen, aber COSMA Snackies sind nicht zu knacken – was will ich mehr???

Oh, arme Raspi!

Irgendwie kam mir Raspi komisch vor. Sie spielte und fraß ganz normal, aber irgendwie... Ich tastete nach ihren Lymphknoten! Oha! Alles klar! Dick und geschwollen! Unsere Tierärztin hatte Urlaub – super!

Aber es half nichts. Wir wollten zu einer anderen gehen. Als ob sie es wusste, unser Einfangversuch ging fast schief. Im Auto war der Terror groß!

Die Tierärztin bestätigte meine Vermutung: die Zahnfleisch-entzündung war wieder da – das Zähne ziehen, der teure Spaß, hatte nichts gebracht! Was für ein Grauen!

Raspi wurde ein Schmerzmittel gespritzt, wir erhielten für die weiteren Tage das Zeug in Form einer leckeren Flüssigkeit. Außerdem versuchten wir ihr Immunsystem mit Zylexis zu puschen. Dann bekamen wir eine weitere Spritze und eine äußerst vergrätzte Raspi mit nach Hause. Liebevoll und fürsorglich wurde sie von den anderen wieder in Beschlag genommen, geschickt schirmten sie Raspi in den nächsten Stunden von uns ab. Und wir verschoben unseren Urlaub um einen Tag.

 
Am nächsten Morgen bekamen wir das Schmerzmittel mit Hilfe der Leberwurst gut in Raspi hinein. Wir atmeten auf.

Am nächsten Morgen öffnete ich die Tür und – es war kaum zu glauben – sie wussten, dass was in der Luft lag. Misstrauisch hielten sie Abstand von uns. Ich warnte meinen Mann, ja nichts zu tun, was ihnen unsere baldige Abfahrt oder eventuelle Raspi-Einfangversuche signalisieren würde. Wir setzten uns aufs Sofa, drehten Däumchen, schauten fern, taten so, als ob alles ganz normal wäre. Die Zeit verstrich, die Leberwurst-Schmerzpaste wurde verweigert. Wir saßen wie auf heißen Kohlen, die Katzen saßen zusammengerottet unterm Sofa. Ihr Instinkt ist einfach unglaublich!

So vergingen eine Stunde, zwei Stunden... !

Mein letzter Versuch – ich öffnete Raspis Lieblingsfutter, das sie schon am Geräusch erkannte. Und mein Plan ging auf, inzwischen hungrig geworden, robbte sie unterm Sofa hervor und lief zu ihrem Fressnapf. Meinem Mann rief ich eine Warnung zu, er sprang samt Zylexis-Spritze auf, ich packte Raspi und musste sie energisch im Genick packen. Sie tat mir so Leid, aber es half ja nichts! Hilflos baumelte sie langgestreckt nach unten, mein Mann suchte verzweifelt eine Speckfalte und drinnen war die Spritze. Wir waren unheimlich erleichtert, entließen Raspi in den Schutz der anderen und 3 Minuten später saßen wir erfolgreich im Auto. Jetzt musste das Zeugs nur noch helfen...... .!

Hm, das wird wohl nun ein lebenslanges Problem, Raspis Zahnfleisch und Immunsystem irgendwie zu unterstützen. Wir sind für alle Vorschläge offen!!!

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