Spendenaufruf: Hilfe für das Kastrationsprojekt in Jaén

Den Kreis des Elends endlich durchbrechen!

Leider ist das große Elend spanischen Straßenkatzen in ständiger Erneuerung begriffen. Die Kastration von Haustieren ist nicht durchgängig üblich. Unerwünschter Nachwuchs wird dann oft einfach vor die Tür gesetzt. Manchmal werden die kleinen Kätzchen viel zu früh von der Mutter weggerissen, ihre Überlebenschance ist dann sehr gering. Hinzu kommt eine nicht geringe Anzahl von Katzen, die man durch Aussetzung »entsorgt«, weil man ihrer überdrüssig geworden ist. Das große Problem hierbei:

Unkontrollierte Vermehrung

In vielen Parks, auf verwilderten Grundstücken u.ä. haben sich ganze Kolonien von herrenlosen Katzen gebildet. Im besten Fall werden diese von Privatleuten oder privaten Tierschutzvereinen durch Futtergaben und ggf. medizinisch betreut. Doch solange sich die unkastrierten Tiere permanent weiter vermehren, ist es nicht möglich, die Situation in den Griff zu bekommen.

Eine Kätzin bekommt im Durchschnitt zweimal pro Jahr Junge. Geht man von einem Wurf von durchschnittlich drei Welpen aus, besteht die Population rein rechnerisch nach zwei Jahren aus 42 Katzen, nach vier Jahren wäre man bei 2.000.

Das entsetzliche Elend eines Lebens auf der Straße

 
Dass nicht inzwischen Zehntausende Katzen auf Jaéns Straßen herumstreunen, liegt nur an einem: der hohen Sterberate. Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Straßenkatze liegt nur bei 3–4 Jahren und diese Tiere sind weit davon entfernt über Nacht einmal »friendlich zu entschlafen«.

Krankheiten und Unterernährung sind für die Katzen Alltag, die Sterblichkeit der Jungtiere ist extrem hoch. Ein großes Problem sind bei Welpen die sehr häufigen Augenentzündungen. Unbehandelt führen diese zur Erblindung, manchmal auch zum Tod, da sich die Infektion im Kopf ausbreitet. Immer wieder haben wir Katzen in der Vermittlung, denen ein Auge fehlt oder die sogar völlig erblindet sind.

Nicht selten werden Katzen überfahren, manchmal sogar absichtlich.  – Das vorsätzliche Quälen und Töten von Haustieren gilt in Spanien maximal als Kavaliersdelikt, es wird juristisch nicht verfolgt. Oft werden Katzen auch von Anwohnern vergiftet, die die Tiere als lästig empfinden. Da in Spanien jeder ab 14 Jahren jagen darf, weisen Katzen manchmal Schussverletzungen auf, da man sie als »Übungsobjekt« missbraucht hat.

Das Problem mit den sexuell übertragbare Krankheiten


Auch unter Katzen gibt es sexuell übertragbare Krankheiten, mit denen sich Katzen bei der Paarung gegenseitig infizieren. Zwei davon sind nicht heilbar und langfristig tödlich:

Eigentlich müssten erkrankte Tiere schnellstens von der Straße geholt und getrennt von nicht infizierten Katzen gehalten werden. Doch die einzelne Unterbringung aller betroffener Tiere ist für die privaten Tierschutzinitiativen vor Ort schlicht unmöglich. Sie sind mit den gesunden Tieren bereits mehr als ausgelastet.

Da es auch sehr schwierig ist, solche Tiere in ein eigenes Zuhause zu vermitteln, ist jede der infizierten Katzen ein riesiges Problem.

Die Tierschützer sind überfordert!

 
In Spanien gibt es keinerlei Hilfen aus öffentlicher Hand. Alle Tierschutzvereine vor Ort sind private Initiativen, die alles tun, was sie können ...

Jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst bricht eine Flut von Katzenwelpen über sie herein. Eigentlich müssten solche kleinen Kätzchen auf Pflegestellen untergebracht werden, doch die gibt es nur begrenzt. Ganz zu schweigen von ganzen Würfen, die verwaist sind. Wenn die Mutter fehlt, müssen Katzenbabys mit der Flasche aufgezogen werden, das bedeutet Fütterung alle 2 Stunden. – Für einen durchschnittlichen, berufstätigen Menschen ein Ding der Unmöglichkeit.

Dazu kommt jeden Sommer zu Ferienzeit eine nicht geringe Zahl an ausgesetzten Tieren. Manchmal werden Katzen auch einfach in der örtlichen Perrera abgegeben. Dies ist eine staatliche Auffangstation für Hunde (kein Tierheim, wie wir es kennen, sondern eine reine Aufbewahrung – bei Überfülllung werden Hunde ggf. auch getötet). Dort gibt es keinerlei artgerechte Einrichtungen für Katzen: Die Unterbringung in einem Gitterkäfig mitten zwischen bellenden Hunden ist für Katzen der blanke Horror. Deshalb nimmt sich ABYDA notgedrungen auch dieser abgegebenen Tiere an.


Unsere Tierschutzfreunde von ABYDA kämpfen hart um jedes einzelne Leben. Damit sie dies weiter tun können, brauchen sie nicht zuletzt auch unsere Hilfe.

Was wirklich hilft: kastrieren, kastrieren, kastrieren!


Das einzige Mittel, um diesen Kreislauf des Elends zu durchbrechen, sind großflächige Kastrationsaktionen. Es ist den Vereinen vor Ort völlig unmöglich, schlagartig alle herrenlose Tiere der Gemeinde in Obhut zu nehmen.

Deshalb werden die Tiere eingefangen, von Tierärzten kastriert und nach einer Erholungsphase wieder am ursprünglichen Aufenthaltsort entlassen (falls der allgemeine Gesundheitszustand des Tieres dies zulässt). Soweit möglich werden die Tiere innerhalb der Kolonie weiter gefüttert und kontrolliert, damit man den Tieren wenigstens ein halbwegs artgerechtes Leben ermöglichen kann. Tauchen dann neue ausgesetzte Tiere auf, können diese ebenfalls kastriert werden, bevor es wieder zu Nachwuchs kommt.

Zusammen mit unseren Kollegen von ABYDA hoffen wir, dass die Katzenkolonien so nach und nach dezimiert, vielleicht sogar teilweise aufgelöst werden können.

Das aktuelle Kastrationsprojekt

ABYDA arbeitet selbstverständlich mit den Tierärzten vor Ort zusammen, aber leider sind die Kastrationen i.d.R. nicht gratis. Dazu kommen natürlich weitere Kosten für Unterbringung und oft sind auch weitere tierärztliche Behandlungen nötig.

Pfotenrettung grenzenlos hat das Projekt bereits finanziell unterstützt und es konnten Bella, Winky, Zeus und eine weitere Katzendame kastriert werden.

Dies ist aber gerade mal ein Anfang, deshalb wenden wir uns auch an Sie:

Bitte helfen Sie den Straßenkatzen von Jaén!

Durch Ihre Spende kann das Elend auf Jaéns Straßen gemildert werden. Bitte spenden Sie an das

Spendenkonto von ABYDA:

Empfänger: Asociación para el Bienestar y Defensa de los animales
IBAN:  ES52  2103  0385  02  0030002965
SWIFT: UCJAES2M

Verwendungszweck: Castraciones

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