Ist meine Katze gesund?

Gutes Futter ist die Grundlage für ein langes Katzenleben, aber es ist nicht das einzige, was Sie für Ihre Samtpfote tun können, um sie fit zu halten.

Aller guten Dinge sind außerdem drei: Beobachten – Pflegen – Vorbeugen!

Die Vitalwerte einer Katze

  • Die Körpertemperatur liegt zwischen 37,5 – 39 °C, bei Stress ist eine Erhöhung um ca. 0,2 °C unbedenklich, Untertemperatur bei Katzen ist gefährlich.
  • Die Atemfrequenz liegen in der Regel bei ca. 20 – 30 Atemzügen pro Minute.
  • Der Herzschlag liegt in der Regel bei ca. 100 – 130 Schlägen pro Minute.

Das Fell

Das Fell der gesunden Katze ist glatt und glänzend. Katzen reinigen sich selbst sehr gründlich, deshalb kann ein struppiges Felle auf eine Krankheit hindeuten.

Regelmäßiges Bürsten ist empfehlenswert, insbesondere bei Langhaarkatzen. Ansonsten verfilzen die Haare schnell und bilden Knoten bzw. Büschel, die man dann nur durch eine Rasur entfernen kann.

Auch kurzhaarige Katzen sollten gebürstet werden. So können Sie auch rechtzeitig Probleme, wie z. B. Haarausfall, Flechten, Ekzeme, glanzloses und stumpfes Fell oder ungebetene »Gäste« erkennen.

Außerdem können die entfernten Haare nicht mehr auf Ihrem Sofa hängen bleiben und die Katze verschluckt weniger davon beim Putzen.

Die Augen

Ist der Blick Ihrer Katze offen und klar? – Dann ist alles ok.

Ist eines der Augen ständig geschlossen oder das »dritte Lid«, die sog. »Nickhaut« vorgezogen? Gibt es eitrigen oder wässrigen Ausfluss? Sind die Augen immer verklebt?

Dann sollten Sie einen Tierarzt konsultieren und nach den Ursachen suchen.

Die Ohren

Normalerweise genügt der Katze ein einfaches Kopfschütteln, um so manchen Schmutz zu entfernen.

Aber eine Katze kann sich nicht selber die Ohren putzen und daher sollten Sie immer wieder mal nachsehen. Mit einem leicht angefeuchteten Lappen können Sie die äußere Ohrmuschel säubern.

Das Innenohr sowie das Benutzen von Wattestäbchen sind tabu! Das sollten Sie einem Tierarzt überlassen.

Ist das Ohr innen bräunlich gefärbt, riecht unangenehm oder die Katze schüttelt häufig den Kopf, dann könnten Ohrmilben oder eine Entzündung die Ursache sein.
Suchen Sie dann bitte umgehend einen Tierarzt auf.

Die Nase

Eine feuchte und kalte Katzennase ist ein Zeichen für einen gesunden Stubentiger. Ist die Nase trocken, kann das z. B. an der trockenen Raumluft, der Sonne oder an direkter Heizungseinstrahlung liegen. Das ist aber kein Grund zur Besorgnis.

Dennoch sollten Sie die Katzenschnauze im Auge behalten. Falls es zu Rissen und Verschorfungen kommt, kann die Ursache durchaus eine Hautkrankheit sein. Daher ist in dem Fall ein Tierarztbesuch unbedingt angeraten.

Auch Ausfluss aus der Katzennase lässt Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand Ihrer Samtpfote zu: Durchsichtiger, eher leichtflüssiger Schleim ist normal, bei starken Verfärbungen, Verklumpungen oder Blasenbildung sollten Sie den Tierarzt aufsuchen.

Die Zähne

Hat Ihre Katze Mundgeruch oder starke Zahnverfärbungen, frisst sie auf einmal schlecht oder schreckt sie sogar beim Fressen plötzlich zurück? Dann kann ein Zahnproblem die Ursache sein.

Bei vielen Katzen bildet sich Zahnbelag oder Zahnstein, der dann zu einer Zahnfleischentzündung führen kann. Die Gabe von Trockenfutter kann die Beläge nicht verhindern. Lassen Sie daher bei jedem Tierarztbesuch routinemäßig die Zähne untersuchen, denn jeder von uns weiß, wie schrecklich Zahnschmerzen sind.

Auch wenn eine Zahnsanierung ansteht und ein paar Beisserchen dran glauben müssen: Katzen kommen damit gut zurecht und fressen meist auch nach einer Zahnentfernung ganz normal.

Die Krallen

Normalerweise brauchen Sie sich um die Krallen Ihrer Katze nicht zu kümmern. Ihr Stubentiger pflegt seine Krallen selbst – entweder draußen an Bäumen, in der Wohnung am Kratzbaum oder (wenn diese Möglichkeiten nicht gegeben sind) an Ihren Polstermöbeln.

Mit ihren Zähnen entfernt sie abgestorbene Krallenhülsen und hält somit ihre »Waffen« in Schuss.

Sollte es aus Alters- oder Gesundheitsgründen doch erforderlich sein, die Krallen ihrer Katze zu stutzen, dann lassen Sie dies nur von einem Tierarzt machen oder lassen Sie es sich dort zeigen. Denn schon ein falscher Schnitt kann sehr schmerzhaft für Ihre Katze werden.

Der Kot

Eine Veränderung des Kots ist häufig auch ein erstes Anzeichen dafür, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Dies gilt natürlich nur, wenn dieser Zustand länger anhält. Sollte ab und an mal eine der Hinterlassenschaften nicht so optimal aussehen, ist dies sicher noch kein Grund zur Sorge.

»Normaler« Kot sollte gut geformt, weich und feucht sein und eine braune Farbe haben. 

Ist der Kot hart und trocken, kann ein Problem im Bereich des Darms vorliegen. Insbesondere auch dann, wenn die Katze heftig und angestrengt presst oder voller Panik aus dem Kazenklo gerannt kommt.

Schlecht geformter Kot, der eher einem »Breihäufchen« ähnelt, kann bedeuten, dass das Futter nicht optimal verwertet wird oder auch eine leichte Unverträglichkeit anzeigen. Ebenso kann dies ein Anzeichen für Parasitenbefall sein.

Es ist übrigens nicht nur hygienischer sondern auch angenehmer für Katzen- und Menschennasen, wenn der Kot immer schnellstmöglich aus dem Katzenklo entfernt wird. So schützen Sie sich und Ihr Tier auch vor Krankheiten z. B. Toxoplasmose.

Krankheitsanzeichen

Anzeichen einer möglichen Erkrankung können z.B. sein, wenn die Katze

  • träge, apathisch oder matt wirkt
  • sich verkriecht, z.B. in einer Ecke kauert
  • keine Lust mehr hat zu spielen
  • kläglich miauend die Gesellschaft des Menschen sucht, sich dann aber nicht anfassen lässt
  • ständig tränende Augen hat, sie dauernd niest oder hustet
  • trotz Körperpflege ein stumpfes und unansehnlich Fell hat
  • Blut, Schleim oder Schaum erbricht
  • anscheinend vergeblich das Katzenklo aufsucht, Kot oder Urin dabei nicht absetzen kann
  • Durchfall hat, der nicht enden will oder sich Blut im Kot zeigt
  • mehr als 2 Tage lang das Futter verweigert.
      

Noch ein paar Tipps zum Schluss

Vorsorgen ist besser als heilen

Regelmäßige Kontrollen sind wichtig! Ein Tierarzt sollte nicht erst aufgesucht werden, nachdem Sie bei Ihrer Katze Krankheitssymptome festgestellt haben. So werden z.B. gerade Zahnprobleme vom Halter meist erst einmal nicht selbst bemerkt. Oft geschieht dies erst, wenn das Tier zeigt, das es Schmerzen hat.

Der Tierarzt kann Ihnen auch bereits im Vorfeld viele Ratschläge geben, damit Ihr Hausgenosse gesund und munter bleibt.

Die Wahl des Tierarztes/der Tierärztin

Auch die Auswahl eines guten und katzenfreundlichen Tierarztes ist wichtig. Vielleicht kennen Sie bereits einen Tierarzt/eine Tierärztin, dem/der Sie vertrauen. – Oder Sie haben im Bekannten- und Verwandtenkreis einige Tierfreunde, die Ihnen Tipps bei der Suche nach einem geeigneten Tierarzt geben können.

Zusammenfassung

Durch die Pflege Ihrer Katze und entsprechender Aufmerksamkeit können Sie Gefahren verringern, Verdächtiges schnell erkennen und dies im Notfall dem Tierarzt mitteilen. Machen Sie sich auf jeden Fall zur eisernen Regel:

Sobald Ihre Katze Veränderungen aufweist oder Sie das Gefühl haben, dass irgendwas nicht stimmt, sollten Sie unbedingt sofort den Tierarzt aufsuchen!
Manchmal ist es auch nur ein Bauchgefühl. Sie kennen Ihr Tier und spüren »irgendwas ist anders«, doch leider liegt man damit häufig richtig. Besser gleich zum Tierarzt, bevor Ihr Tier möglicherweise leiden muss!
 

 

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