Katzen sind keine Einzelgänger

 

Sicher haben auch Sie schon einmal gehört »Katzen sind doch Einzelgänger!«. – Das stimmt überhaupt nicht, aber leider hält sich dieses Gerücht genauso hartnäckig wie das Märchen von dem hohen Eisengehalt im Spinat ...

Es gibt selbstverständlich auch Katzen, die lieber alleine sind, aber DAS ist die Ausnahme und nicht die Regel.

Deshalb legen wir großen Wert darauf, dass verträgliche Tiere nicht alleine gehalten werden. Denn Freunde sind ein großes Stück Lebensqualität für die meisten Samtpfoten. Die Haltung als Einzeltier ist in den meisten Fällen nicht artgerecht!

Was wäre das Leben ohne Freunde?

Ohne die Katzen vermenschlichen zu wollen, können wir aus langjähriger Erfahrung privat als Tierhalter und auch als Tierschützer sagen, dass die meisten Katzen nicht gerne alleine sind, die Nähe von Artgenossen suchen und teilweise auch lebenslange Freundschaften schließen.

Stöbern Sie doch einfach einmal durch die unzählige Bilder glücklicher Stubentiger auf unserer Glücksfellseite und überzeugen Sie sich selbst!

Freunde spenden Nähe

Wenn Sie schon einmal beobachtet haben, wie Katzen kuscheln oder sich gegenseitig hingebungsvoll putzen, können Sie sicher ermessen, wie wichtig der Körperkontakt unter Samtpfoten ist. 

Sie streicheln Ihre Katze aber ganz viel und oft? – Um es einmal ein wenig ironisch mit den Worten einer Tierschutzkollegin wiederzugeben »Lecken Sie Ihre Katze auch ab?« ;-)

Also nichts für ungut, aber aus Sicht der Katze ist der Kontakt zu ihrem Menschen eine Form der Zuwendung, der Kontakt zu Artgenossen eben eine andere. Beide genießt und braucht Ihr Stubentiger in der Regel.

Sie müssen sich überhaupt keine Sorgen machen, dass die Katze den Artgenossen vorzieht, das Schmusebedürfnis gegenüber Menschen wird dadurch nicht berührt.

Freunde vertreiben die Langeweile

Heutzutage sind die meisten Menschen aufgrund ihrer Berufstätigkeit tagsüber länger außer Haus. Wie würde es Ihnen an der Stelle Ihrer Katze gefallen, den ganzen Tag alleine auf begrenztem Raum verbringen zu müssen? Da kann man trübsinnig werden ...

Natürlich werden sich die meisten Katzen auch eine Weile mit ihrem Spielzeug beschäftigen, aber die Möglichkeit, mit dem Kumpel Fangen zu spielen, zu rangeln oder sich zu jagen lässt sich mit dem besten Spielzeug nicht ersetzen.

Wenn ein einsamer Stubentiger aus lauter Frust die Couch zerlegt, die Wohnung anderweitig ein wenig »umdekoriert« oder den Badvorleger bepinkelt, dann muss man sich evtl. gar nicht wundern, es war ihm vielleicht einfach nur total fad ... 

Eine vergesellschaftete Katze hat Beschäftigung und Ansprache, aber natürlich freut sie sich auch immer auf ihren »Dosenöffner«.

Freunde machen Mut!

Wir wundern uns manchmal, dass Katzen auch die schlimmen Dinge, die ihnen durch Menschen widerfahren sind, oft wegstecken und scheinbar vergessen können.

Manche Tiere sind jedoch grundsätzlich scheu oder geradezu traumatisiert. Ein selbstbewusster Katzenfreund im neuen Zuhause kann da manchmal kleine Wunder wirken, weil das ängstliche Tier vom »großen Bruder« bzw. der »großen Schwester« abkucken kann, dass vieles gar nicht so gefääääährlich ist und man den Zweibeinern vertrauen kann.

Freunde als »Erzieher«

Manche Katzen, vor allem solche, die früh von Mutter und oder Geschwister getrennt wurden, haben noch keine gute »Erziehung« genossen. Im Spiel und beim Gerangel mit Geschwistern oder durch das Eingreifen der Katzenmutter lernt ein Kätzchen normalerweise, was noch als spielerisch durchgeht und was »zu wild ist«.

Ein Katzenkumpel ist also ebenfalls hilfreich bei der Sozialisation. Und auch Sie freuen sich sicher, wenn ihre Katze gelernt hat, wann man die Krallen einsetzen darf und wann nicht ...

Und ... weil es einfach soooo schön ist!

Mancher Katzenbesitzer berichtet, er bräuchte eigentlich keinen Fernseher mehr, schließlich habe er seine eigene kleine Truppe »Clowns« daheim.

Wenn zwei Minitiger im Spiel gemeinsam über den Teppich kugeln oder selig miteinander im Körbchen liegen, da geht einem als Tierfreund einfach das Herz auf.

Keine Angst vor der Vergesellschaftung!

Natürlich sollte man sich Gedanken machen, bevor man zwei oder mehrere Katzen vergesellschaftet. Katzen haben einen sehr ausgeprägten Charakter und man kann nicht pauschal davon ausgehen, dass die Wunschkandidaten sich sofort lieben.

Deshalb suchen wir das Gespräch mit Ihnen, versuchen abzuschätzen, ob ein ggf. vorhandenes Tier oder Katzen, die zusammen adoptiert werden sollen, harmonieren könnten. Dabei spielt natürlich das Alter eine Rolle. Eine betagte Katzenoma möchte vielleicht inzwischen eher ihre Ruhe und wäre einem verspielten Babykätzchen gegenüber evtl. nicht aufgeschlossen. Auch körperliche und charakterliche Eigenschaften müssen einkalkuliert werden. Ein kräftiger Jungkater könnte eine zarter besaitete Katzendame z.B. vielleicht ein wenig überfordern.

Da wir jahrelange Erfahrung in dem Bereich haben, stehen die Chancen jedoch sehr gut, dass nach einer Kennenlernphase, in der natürlich einige Ratschläge berücksichtigt werden sollten, dem gemeinsamen Glück der Tiere nichts mehr im Wege steht.

Wenn sich zwei nicht mögen ...

Natürlich, das kommt auch vor. Niemand kann bei Katzen, die buchstäblich »ihren eigenen Kopf haben«, ausschließen, dass sich zwei wider Erwarten einfach nicht riechen können.

Wir lassen die von uns vermittelten Tiere natürlich nicht im Stich! Falls es sich abzeichnet, dass sich die Tiere nicht in absehbarer Zeit anfreunden oder wenigstens friedlich arrangieren, suchen wir zusammen mit Ihnen eine Lösung. – Auch wenn das die Vermittlung in ein anderes Zuhause oder die vorübergehende Unterbringung in einer Pflegestelle bedeutet.

Ein paar Tipps

  • Falls Sie bereits eine Katze haben: Versuchen Sie Ihr Tier vorab einzuschätzen: Wie ist sein Charakter, seine Aktivität? Passt das Wunschtier zu dem vorhandenen Stubentiger?

  • Falls Sie noch keine Katze besitzen: Welche Erwartung haben Sie an die neuen Mitbewohner? Suchen Sie eher das Modell »Couchkartoffel« oder möchten Sie lieber ordentlich Leben in der Bude?

  • Lesen Sie die Beschreibungstexte unserer Vermittlungstiere sorgfältig. Meist kann man anhand dieser Texte schon abwägen, wer passen könnte und vor allem: wer nicht.

  • Fragen Sie uns! Wir können die Vermittlungstiere häufig gut einschätzen und bei ernsthaftem Interesse auch weitere Infos einholen.

  • Wenn wir verwandte Katzen in der Vermittlung haben, weisen wir oben in der Beschreibung extra auf andere Mitglieder der Katzenfamilie hin. Geschwister untereinander oder Mütter und Kinder vertragen sich in der Regel schon grundsätzlich gut.

  • Es muss kein gemischtgeschlechtliches Pärchen sein. Wir Menschen neigen dazu, anzunehmen, dass sich eine weibliche und eine männliche Katze am besten miteinander verstehen müssten. Diese romantische Vorstellung gilt für Katzen jedoch nicht zwangsläufig. Manche Katzen vertragen sich mit jedem, manche haben sich einen ganz speziellen Freund ausgesucht, einige mögen nur Artgenossen des gleichen oder des anderen Geschlechts.
    Manchmal sind zwei Kater oder zwei Kätzinnen auch die bessere Wahl. Gerade Kater können beim Spiel etwas ruppig werden. So eine zünftige Rauferei ist aber den zarteren Katzendamen manchmal zu viel.

Die AUSNAHME: eine Einzelkatze

Wenn sich eine Katze tatsächlich unverträglich zeigt, suchen wir für diese ein passendes Zuhause. Solche Katzen stellen besondere Ansprüche an den neuen Halter. Zum einen muss die Katze genug Abwechslung erhalten, indem sie Freigang in einer verkehrsberuhigten Gegend oder zumindest eingeschränken Freigang in einem gesichertern Garten bekommt. Zum anderen sollte man genug Zeit für seinen Minitiger mitbringen.

Falls Sie sich für ein solches Tier interessieren (entsprechende Hinweise finden Sie dann im Beschreibungstext), sprechen Sie uns bitte an, wir beraten Sie gerne!

 

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