Leukose

Felines Leukämie Virus (FeLV )

Das feline Leukämie-Virus zählt zu den weltweit meistverbreiteten tödlichen Krankheitserregern bei Katzen. (Auf Menschen ist das Virus nicht übertragbar.)

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit können Jahre vergehen. Das Virus wird über Speichel, Tränen­flüssigkeit, Urin und Kot ausgeschieden und kann nicht nur durch den direkten Kontakt zu infizierten Tieren, sondern auch über den gemeinsamen Fressnapf, Katzentoilette etc. übertragen werden. Deshalb sollte ein infiziertes Tier nicht mit gesunden Tieren zusammenleben oder Freigang erhalten, bei dem das infizierte Tier Kontakt zu gesunden Katzen erhalten könnte.

Es gibt die unterschiedlichsten Symptome der Katzenleukose. Sie reichen von Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Durchfall, Blut im Stuhl über geschwollenen Lymphknoten, Anämie, Gelbsucht etc. bis hin zu bösartigen Tumoren. Leider gibt es bis heute keinerlei Heilungsmöglichkeiten, falls eine Katze an Leukose erkrankt ist, bzw. das Virus ausgebrochen ist. Man kann lediglich das Immunsystem stärken und das Tier möglichst wenig Stress aussetzen.

Sollte man traurigerweise seine geliebte Katze durch Leukose verloren haben, müssen vor dem Neueinzug einer anderen (nicht infizierten) Samtpfote mindestens 30 Tage vergehen, damit sichergestellt ist, dass alle Viren bereits eliminiert sind und keinerlei Gefahr mehr besteht. Am sichersten ist es, sämtliches Katzenequipment zu entfernen und durch neues zu ersetzen.

Die Katze kann das Virus mit Hilfe ihrer eigenen Immunabwehr überwinden, daher sollte 6 Monate nach einem positiven Test ein weiterer Test gemacht werden. Allerdings bedeutet auch ein negatives Testergebnis nicht zwangsläufig, dass die Katze virusfrei ist. Es gibt sogenannte »Regressorkatzen«, deren Immunsystem das Virus vor dem Übergang ins Blut abtötet. Das Virus kann sich auch ins Knochenmark zurück gezogen haben und sich dort quasi »verstecken«. In beiden Fällen ist das FeLV nicht über einen Bluttest nachweisbar.

Seit einiger Zeit gibt es eine Schutzimpfung gegen Katzenleukose, die aber nur dann sinnvoll ist, wenn das Tier noch nie in seinem Leben mit dem FeLV Virus in Berührung gekommen ist.

 

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