Familienausflug im »Miezenbus« – Ankunft vom 11. März 2017

So weit der Plan ...

Manchmal hat das Schicksal ein glückliches Händchen. Dem zufälligen Treffen zweier ehemaliger Schulfreundinnen (eine davon Pfotenrettungsmitglied) vor einem Gartencenter ist es zu verdanken, dass eine nette Familie aus Dachau von unserer Tierschutzarbeit erfuhr.

Wir freuten uns sehr, dass sie beim jetzt geplanten Zuwachs an samtpfotigen Mitbewohnern auch als erstes an uns dachten. Und zu allem Überfluss entschieden sie sich auch noch für unser besonderes Sorgenkind, das Katerchen Elliot.

Elliot hat Furchtbares durchgemacht, er wurde in Spanien überfahren und schwer verletzt einfach liegen gelassen. Beide Oberschenkelknochen waren gebrochen, er konnte nicht mehr aufstehen. Dank einer aufwendigen Operation kann er heute wieder laufen und zeigt nun eine Lebensfreude, die ihresgleichen sucht. »So ein Wirbelwind passt zu uns«, muss sich seine neue Familie gedacht haben, bei der bereits zwei fröhliche Kinder mit Katzen und einer liebenswerten Schäferhündin unter einem Dach wohnen. Und weil der kontaktfreudige Elliot gleich einen Spielkameraden im passenden Alter bekommen sollte, wurde auch noch der schneeweiße Coco mit den verschiedenfarbigen Augen ausgesucht. So weit der Plan ...

Da man nun schon freundschaftlich verbunden war und die Familie ein größeres Fahrzeug besaß, durfte unsere »Abgesandte« Barbara von der Pfotenrettung auch gleich zur Abholung der zwei Minitiger mitfahren. Sogar die zwei Kater Lenny und Silas, die auf eine Pflegestelle nach München gehen sollten, hatten ein Plätzchen im Familien-Bus.
(An dieser Stelle ganz herzlichen Dank für die Mitfahrgelegenheit, es ist eine große Entlastung, wenn man für die weite Strecke nach Holzgerlingen einmal nicht selbst am Steuer sitzen muss.) So weit der Plan ...

Während der 4 Wochen bis zum Ausreisetermin ergab es sich, dass auch Kater Casimiro endlich vermittelt werden konnte, er hatte ewig gewartet, bis auch er endlich ein Zuhause gefunden hatte. Ob wir den etwas dicklichen Burschen vielleicht auch gleich mitnehmen könnten? Ja klar, im Auto ist Platz, der geht schon noch mit. So weit der Plan ...

Und dann fand sich eine Pflegestelle für Bonnie, den Unglückswurm: Seit 2015 haben wir diesen besonders menschenbezogenen kleinen Kerl in der Vermittlung. Über Monate wurde er völlig übersehen, dann verliefen bereits erfolgversprechende Anfragen immer wieder im Sande. Ob er auch mit darf? – Kein Problem, den kriegen wir locker noch rein. So weit der Plan ...

Last but not least ... wir wagten schon kaum mehr zu fragen ... ergab sich auch noch eine Ausreisemöglichkeit für die niedliche Gala. Ob Gala  evtl. auch? – Na klar!

Dunkel war's, der Mond schien helle ...

... als sich die Vertreterin für Pfotenrettung, Barbara, am Samstag, den 11. März für die  große Tour mit 7 Katzen, Mama, Papa, Tochter und Sohn rüstete. Da sich die Ankunft des Transports um eine Stunde verzögerte, war noch Zeit für einen zweiten Kaffee und den Versuch, die nächtliche Stimmung fotografisch einzufangen.

Auf nach Dachau

Die Familie war bereits gut vorbereitet. Wer Kinder hat, der weiß, dass man besser jede Menge Proviant bereit hält und Regeln vereinbart wer welches Spielzeug wann haben darf.

Und auch der Bus war einfach perfekt! Als hätte man es ausgemessen, alle Boxen konnten fast nahtlos verstaut werden.

Es dauert ...

Der Nachteil, wenn man gut durch kommt und den Zeitpuffer nicht braucht ist, dass man anschließend erst mal rumsteht. Macht in dem Fall nichts, denn es ist ein Zooladen, der den Tierschützern sein Grundstück als Treffpunkt zur Verfügung stellt. Da bieten sich ja Möglichkeiten, die auch rege genutzt wurden.

Und dauert ...

Kurz vor Holzgerlingen blieb der Transport im Stau hängen. Für die Kinder natürlich besonders doof, sie hatten ja schon klaglos Stunden im Auto durchgehalten und wollten endlich ihre neuen tierischen Freunde kennen lernen.

Die Tochter der Familie hatte ihrer Vorfreude schon während der Fahrt in Form eines Bildes Ausdruck verliehen.

Und glücklicherweise hatte auch der Sohn eine gute Beschäftigung. Da das Ausladen der Tiere immer zügig gehen soll und wir uns ja um das Umsetzen von 7 (!) Katzen kümmern mussten, sollte er die Fotos machen. Er war voll in seinem Element und hat einmal das liebevoll gestaltete Ambiente des Treffpunktes für uns dokumentiert.

7 Katzen kommen an

Endlich rollt der Transporter vor das Tor des gesicherten Bereichs.


Und jetzt geht alles ganz schnell, Mama, Papa, Kinder, alle reichen Katzen in Transportboxen weiter, während Barbara im Bürocontainer vorsichtig das Umsetzen übernimmt.

Kater Coco schlüpft gleich ganz selbstbewusst und von alleine aus seiner Box und will gleich mal gekrault werden.

 
Andere sind von der langen Reise ein wenig durch den Wind und kucken skeptisch aus ihren Transportbehältern. Der schwarze Casimiro fand das Reisen gar nicht toll, wie wir von seinen neuen Besitzern wissen, hat er sich im neuen Zuhause aber schnell eingefunden.

Was ist grün und hat zwei Beine?

Die Rückfahrt ist dann leider wieder zäh. Stau an einem Knotenpunkt und dann noch ein Unfall. Für Mensch und Tier wird die Zeit lang. Also spielen wir zusammen »Tiere raten«. (Einer denkt sich ein Tier, die Mitspieler müssen das Tier erraten indem sie Fragen stellen, die man aber nur mit »Ja« oder »Nein« beantworten kann. Beispiel: »Lebt das Tier in Afrika?«.)

Bei einem Tier, das angeblich zwei Beine hat und grün ist und im Dschungel lebt, kommen wir mächtig ins Grübeln. Na gut, es sollte ein Krokodil sein, bei der Anzahl der Beine hatte sich die kleine Tochter halt ein bisschen vertan ;-)

Jedenfalls sind wir mit allen sieben Stubentigern wohlbehalten angekommen und bis zum frühen Abend waren dann (teilweise nach einer Erholungspause zum Trinken, Fressen und Pipimachen) auch alle Fellnasen bei ihren neuen Besitzern oder in den Pflegestellen angekommen.

 
Unser Dank

gilt wie immer allen, die dazu beigetragen haben, dass wieder einige Schützlinge ihre Reise in eine bessere Zukunft antreten konnten:

  • den Familien, die ein Tier aufnehmen,
  • den Pflegestellen, die noch herrenlosen Vierbeinern eine bessere Chance auf Vermittlung in Deutschland bieten,
  • dem Zooladen, der uns ermöglich die Ankömmlinge in einer sicheren Umgebung in Empfang zu nehmen,
  • dem Transportunternehmen, das die Tiere – wie immer – so schonend wie möglich über Hunderte Kilometer zu uns gebracht hat und vor allem
  • der Familie von Elliot, die nicht nur ihre eigenen beiden, sondern auch fünf andere Katzen aus Holzgerlingen abgeholt hat.

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