Gründungsgeschichte

"Prinz Alfi" ist schuld – oder warum es uns gibt…

Wir freuen uns sehr, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben und möchten uns gerne bei Ihnen vorstellen. Denn natürlich sollen Sie erfahren, wer hinter der „PFOTENRETTUNG  grenzenlos e.V.“ steckt, warum wir uns aktiv im Tierschutz engagieren und wer eigentlich "Schuld" daran hatte, dass aus einer Gruppe privater Tierfreunde schließlich ein Verein wurde.

Der Verein „PFOTENRETTUNG  grenzenlos e.V.“ ist im Würmtal, genauer gesagt zwischen Starnberg und München, ansässig. Wir sind ein dynamisches und engagiertes Team, das seit vielen Jahren im Tierschutz tätig ist und verschiedene regionale und überregionale Vereine und Organisationen unterstützt.

Bei Jedem von uns zählten die eigenen vierbeinigen Familienmitglieder als Auslöser für unsere Aktivitäten, denn fast alle kommen aus schlechter Privathaltung oder ausländischen Tötungsstationen.

Während dieser Zeit haben wir erkennen müssen, dass egal was oder wie viel man auch tut, es immer noch so unglaublich viele Tiere gibt, die aus verschiedenen Gründen in Not geraten sind. Wer einmal die flehentlichen Blicke dieser Tiere gesehen hat, der wird sie nie wieder vergessen können und so stellt sich für uns nicht die Frage, ob wir eines Tages dem Tierschutz den Rücken kehren würden.

Manchmal kommt ein Zeitpunkt, an dem man sein Tier aus diversen Gründen nicht mehr behalten kann oder möchte. Und dann gibt es Momente, in denen es manchen Menschen einfach völlig gleichgültig, was aus ihrem Tier geschieht – Hauptsache es verschwindet.

In vielen Zeitungen oder im Internet liest man unzählige Anzeigen, in denen Tiere ein neues Zuhause suchen und bei dem ein oder anderen Inserat wird schnell klar, dass dieses Tier nicht mehr viel Zeit hat, weil seine Besitzer es umgehend loswerden wollen. Über solch eine Anzeige sind wir auch „gestolpert“.

Angeboten wurde ein kleiner Hund und eine Beschreibung war kaum vorhanden. Lediglich die Dringlichkeit der Abgabe sprang uns sofort ins Auge. Die beigefügten Bilder sprachen Bände, denn dort hockte einfach nur ein Häufchen Elend... Ohne zu zögern nahmen wir Kontakt auf, ein Treffen wurde vereinbart und nach wenigen Minuten gehörte dieser Wichtel uns.

Niemand hat uns gefragt, wie der Hund zukünftig wohnen würde. Alles war völlig anonym und uns schlug eine große Welle Desinteresse entgegen.

Nachdem wir uns von diesem Ablauf des Treffens, aber vor allem vom Erscheinungsbild des Rüden halbwegs erholt hatten, ging es umgehend zur Tierärztin. Während der Fahrt hockte ein knapp 20 cm kleines Bündel Hund auf dem Schoß, dass sich vor lauter Zittern kaum auf den Beinen halten konnte. Jede Berührung wurde mit panischem Kreischen quittiert...

In diesen Minuten bekam der Knirps seinen Namen: "Alfi". Aber dazu bekam er noch den Titel als "Prinzen", denn von nun an sollte er alle Vorzüge kennen lernen und erleben dürfen, die einem kleinen Prinzen vorbehalten sind.

Bei der Tierärztin wurden erst mal die Krallen gekürzt, denn die hatten sich bereits aufgerollt, so dass ein Laufen kaum möglich war. Wenig später stand der erste OP-Termin auf dem Programm, denn seine Zähne waren mehr als schauerlich. Das Bild dieser Ruinen – Zähne konnte man sie nicht mehr nennen – war grauenhaft. Viel schlimmer war jedoch für uns die Vorstellung, welch unermessliche Schmerzen Alfi in den ganzen Jahren gehabt haben musste...

Da er nicht nur aus Haut und Knochen bestand, sondern auch mehr als staksig und unbeholfen lief, wurden gleich Röntgenaufnahmen gemacht. Doch zum Glück brachten die nicht noch mehr Unheil zum Vorschein.

Impfung, Mikrochip und der EU-Heimtierausweis standen in der nachfolgenden Zeit ebenfalls auf dem Programm.

Was er wirklich in seinen knapp sechs Lebensjahren so alles erleben musste ist nicht bekannt, aber ganz sicher diente er eher als Dekoartikel und Kinderspielzeug... 

Aus dem kreischenden und zitternden Bündel, den man kaum anleinen und geschweige denn hochheben konnte, ist inzwischen ein fröhlicher, aufgeweckter und anhänglicher Charmeur geworden, der alle Menschen um die Pfote wickelt.

Seine „Wickeltechnik“ war schließlich für uns der Anlass zur Vereinsgründung.

Sicher hatten wir uns bisher auch im Tierschutz engagiert, doch ein Verein bietet u. a. wesentlich mehr Möglichkeiten die Öffentlichkeit für das Wesen und das Wohlergehen der Tiere zu sensibilisieren, auf die Förderung des Tierschutzgedankens aufmerksam zu machen und bei der Vermittlung von herrenlosen oder in Not geratenen Tieren zu unterstützen.

Außerdem liegt es uns am Herzen, dass so viele Menschen wie möglich von Tierschicksalen wie z. B. dem von Alfi erfahren – einem Hund, der wegen seiner Größe zu einem „Handtaschen-Fiffi“ degradiert wurde, der der Willkür seiner Besitzer ausgeliefert war und die seit Jahren fehlende tierärztliche Betreuung fast mit seinem Leben bezahlt hätte...

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