GINGO im neuen Zuhause

25.12.2012:

Hallo Frau Richter,

ich wollte mich einfach mal melden und so berichten, wie es uns seit der Adoption von Gingo so ergangen ist.

Gingo, der ja jetzt auf den Namen Joschi hört (tut er wirklich!! :-), ist ein echtes Powerpaket. Und man kann es wortwörtlich nehmen, dass er frischen Wind in unser Leben gebracht und das Haus auf den Kopf gestellt hat ;-)

Anfangs hat er erst mal alles in seinem neuen Heim einzeln begrüßt. Entweder durch drauf liegen, rein beißen oder drauf pieseln. Woher sollte er auch wissen, wie man sich in so einem neuen zu Hause richtig verhält und dass man weder ins Haus machen darf (ist doch einfach viel praktischer), noch seinen neuen Hundeeltern das Essen vom Teller klauen darf und dass man auch nicht ALLES, was man herumliegen findet (Kulis, Mütze, Socken, Stöckchen, Bonbons, DVD, Fernbedienung, Handy, Schuhe, Lappen und und und) in sein Körbchen tragen muss. Am Anfang haben wir schon mal vermutet, der Kleine sei ein Messi... er hat einfach alles gesammelt und gehortet! :-D

Natürlich hat er auch öfter auf dem Herd nachgesehen, was es heute so zum Essen gibt oder uns schon früh morgens mit aller Lebensfreude angesprungen, so dass ausnahmsweise WIR statt ihm mal den Boden gegossen haben – allerdings mit frischem Kaffee.

Das kleine Powerpaket hat uns schon einiges an Nerven gekostet, er kennt halt wirklich noch gar nichts von der Welt. Aaaaaber wie Sie sich vorstellen können, kann man ihm mit seinen Knopfaugen und seinem süßen und lieben Wesen einfach nicht (lange) böse sein.

Joschi konnte weder „Sitz“ noch „Platz“. Vom Treppen steigen hatte er noch nie was gehört. Beim Klavier spielen hat er wie verrückt am ganzen Klavier gesucht, wo denn jetzt eigentlich die lustigen Töne raus kommen. Wenn jemand Gitarre spielt, das mag er nicht so. Das versucht er mit lautem Bellen und Knurren zu übertönen. Fernsehen findet er hingegen wieder toll. Vor allem Tierfilme. Da versucht er öfter mal, ins Bild hinein zu springen. Den Krimi gestern Abend hat er aber auch bis zur 45. Minute mit angesehen. Dann sind die kleinen Äuglein zugefallen. Dass man nicht in alles reinbeißen darf, naja, woher soll er es denn wissen. Und wo kommt den bitte auf einmal der weitere Spielkamerad aus dem Spiegel her?! Erst mal anbellen! Man weiß ja nie...

Es ist einfach wahnsinnig schön, ihn bei alltäglichen und für uns so selbstverständlichen Dingen zu beobachten und zu sehen, wie er die Welt entdeckt und was für eine Lebensfreude er dabei einfach auch hat!

Joschi kannte vieles nicht. Er ist jetzt eine Woche bei uns und er hat SO viel gelernt. Er macht nicht mehr rein, zeigt sogar an, wenn er raus muss, bekommt immer mehr Sicherheit und traut sich immer länger zu schlafen ohne ständig aus Angst davor, wieder allein gelassen zu werden oder etwas zu verpassen, aufzuspringen. Unsere Pferde hat er auch kennen gelernt und sich schon mit ihnen angefreundet. Sie haben sich ausgiebig beschnuppert und für gut befunden. Joschi stellt sich wie selbstverständlich daneben und trinkt mit Ihnen aus dem Wassereimer. Echte Kerle halt – die saufen erst mal zusammen :-) Wir haben selten einen so mutigen und in seinem Alter schon so selbstbewussten Hundebub gesehen. Und Joschi ist einfach blitzgescheit! Stubenrein in drei Tagen, ruhig Auto fahren können nach zwei Fahrten und alles, was im Alltag einfach so dazu gehört nach einer Woche … das ist schon phänomenal! Draußen beim spazieren gehen rennt Joschi mit unserer Husky-Windhund-Hündin um die Wette – und er ist echt schnell. Abrufbar ist er wie ein alter Hase. Für ihn war schon an Tag zwei klar, dass er Joschi ist und wenn er brav kommt, freut sich die neue Hundemama und rückt die Leckerlis raus. :-)

Wir sind auch sehr froh, dass er sich so gut mit unserer Hündin versteht. Mittlerweile teilen sie sich oft einen Schlafplatz. Draußen wird um die Wette gelaufen und gemeinsam getobt... drinnen auch. Die haben sich auch gesucht und gefunden, die Beiden!

 

Unser Fazit? Wir möchten ihn auf keinen Fall mehr missen! Die ersten Tage sind sicher eine Umstellung und Herausforderung, der Hund muss sich erst eingewöhnen, was nicht immer leicht ist, aber es lohnt sich definitiv! Ein Hund aus der Tötung ist sicher ein Überraschungspaket, aber die Tiere danken es einem einfach jeden Tag aufs Neue! Die Freude an all dem, was sie dazu lernen und die Begeisterung für Neues... Das steckt einfach an :-) Wir haben auf den Fotos schon gesehen, dass er allein durch sein gestromtes Fell etwas besonderes ist. Aber er ist es auch charakterlich definitiv. Deswegen würden wir diesen Schritt auch immer wieder tun und freuen uns sehr, dass wir so super von Ihnen und allen anderen involvierten betreut wurden! Danke auch nochmal an Selma, die die Strapazen auf sich genommen hat und Gorka, Gingo und Paris nach Deutschland mitgenommen hat. Wenn man sieht, wie viele leuchtenden Hunde- und Menschenaugen du verursacht hast, was sind denn dann schon 10 Jahre Alterung an einem Tag?! ;-) DANKE!

Wir melden uns auf jeden Fall wieder, wenn uns Wirbelwind Joschi dazu kommen lässt ;-)

Liebe Grüße, 

Steffi, Thomas, Lucy und Joschi

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