LEYRE im neuen Zuhause

7. November 2016

Liebe Sandra,

die letzte Mail ist ja doch schon länger her, viel verändert hat sich aber nicht - außer einer wirklich gigantisch tollen Sache. Calypso kommt seit ein paar Wochen auf den Schoß! Seit wir sie haben, ist sie zwar verschmust, lässt sich gerne kraulen und streicheln und sucht Körperkontakt, aber sie hatte sich jetzt die ganzen fast eineinhalb Jahre nur neben uns gelegt zum kuscheln. Und vom einen auf den anderen Tag hat sie den Schoß für sich entdeckt. Wir freuen uns so sehr, dass sie sich doch noch dafür entscheiden konnte :) Ist abends auf dem Sofa auch einfach herrlich, wenn man beim Fernsehen und Tee trinken noch einen Tiger aufm Schoß kraulen kann.
Sonst gehts uns und den Miezen wirklich gut. Die beiden verstehen sich nach wie vor sehr gut, kuscheln und spielen viel miteinander. Jetzt, wo es früh dunkel wird, müssen die beiden an manchen Tagen komplett auf ihren Freigang verzichten (im Dunklen herrscht strikte Ausgangssperre), aber dann jagen sich die zwei in ihren wilden fünf Minuten wie zwei Bekloppte durch die Wohnung und wir spielen abends dann noch viel mit ihnen. Calypso hat wirklich eine unglaubliche Ausdauer. Wenn es unsere Zeit zulässt, dann dürfen sie natürlich weiterhin raus, wobei sich Calypso mit dem Novemberwetter nicht wirklich anfreunden kann. Lechuza bekommt einen richtigen Teddypelz, aber auch diesen Winter kriegt Calypso so gar keine Unterwolle. 
Am liebsten hocken die zwei momentan auf dem Schuppendach und tanken die letzten Sonnenstrahlen.

Ich hoffe, dir und deinen Lieben geht es auch gut!

Liebe Grüße,
Amrei

31. Mai 2016

Liebe Sandra,

die Zeit vergeht so schnell, es ist unglaublich.

Genau heute vor einem Jahr sind wir viel zu früh zum Flughafen aufgebrochen, waren dann viel zu früh in der Ankunftshalle und haben mit zusammen mit euch viel zu lange auf die Ankunft des Fliegers gewartet. Die Zeit verrann zäh wie Kaugummi, aber irgendwann ist dann endlich der Flieger gelandet und irgendwann kam dann auch endlich jemand mit einem riesigen Wagen voller Transportboxen. Beim Austausch in der Behindertentoilette des Flughafens konnten wir einen ersten Blick auf Calypso werfen und dann durften wir sie mit nach Hause nehmen. Die ganze Fahrt hat sie keinen Mucks gemacht und zuhause hat sie das „Quarantänezimmer“ gleich mutig erkundet. Trotz des ganzen Stress, der langen Fahrt, der unbekannten Umgebung und den fremden Menschen hat sie mit ihren blauen Augen so freundlich und zuversichtlich in die Welt geschaut und sich schon nach 10min zu mir aufs Bett gelegt und hingebungsvoll schnurrend an mich geschmiegt.

Nach dem „ok“ der Tierärztin hat sie dann neugierig die ganze Wohnung in Augenschein genommen und lies sich von Lechuzas bösem Blick gar nicht beeindrucken. Zum Glück, denn Lechuza ist nicht wirklich der Typ Katze, der auf Fremde zugeht.

Und so sind die beiden langsam, aber stetig zusammen gewachsen und Calypso hat sich in unsere Herzen geschielt. Sie ist eine wirklich wundervolle Katze und und sie ist Lechuza eine gute Freundin geworden. Hergeben wollen wir den kleinen Quatschkopf nie wieder, auch wenn nicht immer alles total einfach ist.

Ich frage mich oft, was sie wohl erlebt hat, wann sie geboren wurde, warum sie auf der Straße landete. Ich würde sie so gerne fragen, ob sie manchmal sie spanische Sonne vermisst, oder ob die grünen Wiesen Bayerns ein angemessener Ausgleich sind.
Und dann schlüpft sie abends zu uns unter die Decke und kuschelt sich in meine Arme und da bin ich sicher, dass sie hier glücklich ist.

Ich wünsche dir also alles Gute zum Neuen Leben, liebe Calypso, und hoffe, dass uns noch viele, viele Jahre bleiben.

Und dir, liebe Sandra, danke ich, dass du und das Team der Pfotenrettung uns diese süße Nudel anvertraut habt. Ich hoffe sehr, ihr seid zufrieden, wie sie es getroffen hat.

Ganz liebe Grüße,

Amrei

28. Februar 2016

Hallo liebe Sandra,

Ich möchte dir mal wieder ein paar Zeilen von unserem Leben mit Calypso schreiben. Lechuza und sie sind inzwischen richtige dicke Freundinnen geworden. Sie liegen oft zusammen auf der Fensterbank, verteilen Nasen-Küsschen zur Begrüßung und Toben durch den Garten. Den Winter findet sie aber nicht so super, denn im Gegensatz zu Lechuza kriegt sich kaum flauschigen Winterpelz und läuft auf Zehenspitzen durch den Schnee. Leider hat sie sich inzwischen einmal irgendwo draußen verletzt und eine Fleischwunde an ihrem Knie musste unter Narkose genäht werden. Sie hat aber alles gut überstanden auch das Fell ist schon wieder nachgewachsen. Leider kann das ja immer mal passieren und wir hoffen stark, dass es ein einmaliger Vorfall war. Insgesamt ist sie schon viel ruhiger geworden, seit sie hier ist. Am Anfang hat sie recht viel miaut und einem auch ständig beim Essen belagert. Das hat sich fast völlig gelegt. Nur morgens ist sie manchmal noch etwas penetrant, wenn ihr das mit dem Frühstück zu lange dauert ;)

Nachts kommt sie manchmal ins Bett und möchte dann unter der Bettdecke schlafen. So kann es sein, dass man in der Früh mit einer Katze im Arm aufwacht. Ich habe das Gefühl, dass sie sich richtig gut eingelebt hat und sich bei uns wohl fühlt. Sie ist so eine liebenswerte Katze und wir sind jeden Tag froh, dass sie hier ist.

Ganz liebe Grüße,
Amrei

08.06.2015

Guten Morgen Sandra,

bevor ich in die Uni radel, schicke ich noch schnell ein Update :)


Calypso ist jetzt seit knapp 8 Tagen hier und seit einer Woche macht sie die Wohnung unsicher. Wir können bereits erste, mehrere Sekunden lange Nasenkontakte zwischen den beiden Mädels verzeichnen - und wenns ausnahmsweise mal die Reste vom Tunfisch gibt, dann können die beiden sogar schon aus einem Napf fressen. Apropos fressen: die Kleine hat die ersten Tage gefressen, als gäbe es kein Morgen mehr und hat bereits 200g zugenommen. Steht ihr nicht schlecht, wie ich finde. Die Fahrten zum Tierarzt zum Ohren putzen hat sie alle brav gemeistert, auch das heftige Gewitter heute Nacht konnte sie nicht aus der Ruhe bringen. Sie schläft immer bei uns im Schlafzimmer, wechselt sich mit Lechuza ab, was den Platz am Fußende betrifft, und streicht einem Morgens im Bad um die Beine. Gestern hat sie zusammen mit uns Disney's Fantasia angeschaut, war anscheinend ziemlich spannend :D. Ihre größte Leidenschaft ist wohl die Spielangel mit Fischanhänger. Stundenlang könnte man sie damit beschäftigen und sie wird nicht müde. Außerdem kann man den Fischanhänger so super davon tragen und dabei den Schwanz, stolz vor Jagderfolg, in die Höhe recken. Auch euer Spielball findet regen Anklang - besonders nachts um Zwei, wobei wir nicht wissen, wer von beiden das Bällchen so ausdauernd durchs Wohnzimmer schiebt. Keine Sekunde bereuen wir, dass wir uns den spanischen Wirbelwind ins Haus geholt haben, sie ist ein wirklicher Goldschatz. Es ist viel schöner, wenn einen acht statt vier Beine in der Küche beim Kochen zum stolpern bringen und einem zwei paar Augen beim Zähne putzen beobachten. 

Ich schreibe bald wieder!

Liebe Grüße,

Amrei

01.06.2015

Hallo Sandra,

ich komme gerade vom Tierarztbesuch mit Calypso zurück. Soweit alles paletti, sie hat Ohrmilben, aber das hatten wir ja schon am Flughafen vermutet und die lassen sich ja einfach behandeln. Flohfrei ist sie, Würmer hat sie ziemlich sicher auch nicht - kein Durchfall, und keine auffälligen Darmgeräusche. Ein bisschen Zahnfleischentzündung und ein abgebrochener Fangzahn, der ihr aber keine Probleme zu bereiten scheint und zumindest die Entzündung sollte mit guter getreide- und zuckerfreier Fütterung mit der Zeit weniger werden und verschwinden. Die Tierärztin hat jedenfalls grünes Licht für die Zusammenführung gegeben :) 
Die erste Nacht verlief ganz ruhig, sie hat geschlafen, gut gefressen und ist wahnsinnig verschmust. Im Moment erkundet Calypso die Wohnung und Lechuza folgt ihr auf Schritt und Tritt. Bis jetzt hat Lechuza sie nur einmal angefaucht, und wirkt insgesamt neugierig auf ihre neue Mitbewohnerin. Wir sind sehr zuversichtlich, dass die beiden sich annähern. 

Liebe Grüße,

Amrei

07.07.2015

Liebe Sandra,

jetzt muss ich doch mal wieder schreiben. Zwischen dem ganzen Uni-Stress (Semesterendspurt eben) nehm ich mir mal ein paar Minuten, um dir zu erzählen, wie es uns vier so geht. Calypso hat sich so unglaublich gut eingelebt, es komm uns nicht vor, als wäre sie gerade mal fünf Wochen hier. Es ist schwer vorstellbar, warum jemand solch eine Katzen ausgesetzt hat, wir können uns nämlich nicht vorstellen, dass sie auf der Straße aufgewachsen ist, dazu geht sie viel zu cool mit sämtlichen Alltagsgeräuschen um - man kann auch direkt neben ihr das Sofa absaugen, interessiert die Kleine nicht im Geringsten, wohingegen Lechuza längst auf den Schrank flüchtet, wenn man den Staubsauger nur auspackt. Auch das Geräusch des Akkubohrers, dass sie bei der Erweiterung des Catwalks zu hören bekommen hat, hat sie lediglich neugierig gemacht.

Sie ist übrigens eine richtige Wasserratte und macht damit ihrem Namen alle Ehre (Für diejenigen, die keine Fans griechischer Mythologie sind: Calypso war eine von den Meernymphen, die Odysseus auf seiner Irrfahrt begegnet sein soll und die ihn aus Liebe sieben Jahre lang bei sich fest hielt). Wenn man ihr den Wasserhahn in der Badewanne ein bisschen aufmacht, könnte sie stundenlang in dem Wasserstrahl pritscheln; schade nur, dass das unsere Wasserrechnung nicht mit macht und so hab ich ihr jetzt einen kleinen Spielzeugfisch gekauft, den wir ab und zu in einem Wasserbottich schwimmen lassen und der dann ihre ganze Aufmerksamkeit beansprucht ;).

Wir haben am Wochenende den ersten gemeinsamen Ausflug in den Garten gewagt, da sie sich als sehr anhänglich erweist und zudem auf Namen und Pfiff hört, haben wir beschlossen, doch schon nach fünf Wochen mal anzutesten, wie sie es findet, und nicht erst nach sechs. Ganz vorsichtig hat sie die Umgebung erkundet, hat alles beschnuppert und mit großen Augen ihr Revier begutachtet. Nie entfernt sie sich mehr als ca. 15m von uns und kommt immer nach einigen Augenblicken zurück, selbst wenn man sie im Gestrüpp hinter dem Schuppen aus den Augen verliert. Ich glaube, sie hat es genossen, dass sie einmal wieder die volle Kraft ihrer endlos langen Beine nutzen konnte.

Draußen spielen Lechuza und Calypso übrigens schon ab und zu miteinander. Zu Beginn war es ja so, dass Calypso eher diejenige war, die Lechuza aufgefordert hat und der war das ganze z.T. nicht ganz geheuer - seit wir mit den Beiden zum ersten Mal draußen waren, fordert Lechuza sie jetzt ständig zum Fangen spielen auf und wird nicht müde, sich an sie anzuschleichen und dann in einem Affenzahn vor ihr davon zu rennen - es ist wirklich goldig. Manchmal ist Calypso nur so vertieft in ihre Umgebung, dass sie gar nicht kapiert, was Sache ist ;) Täglich sind wir momentan wenigstens für 2 Stunden mit den beiden im Garten, ich verlege die Lernerei jetzt eben nach draußen und abends lassen wir den Tag jetzt eben im Garten ausklingen. Gefaucht wir hier übrigens schon seit über drei Wochen gar nicht mehr. In der Wohnung beschnuppern sie sich oft und gehen sich überhaupt nicht aus dem Weg und sitzen oft nebeneinander.Ich freue mich schon so sehr auf den ersten Kuschelkontakt. Aber gut Ding will ja bekanntlich Weile haben.

Übrigens habe ich manchmal das Gefühl, ihr habt uns da ein Schaf und keine Katze unter gejubelt, bei den Mengen von Gras, die Calypso im Garten futtert ;) Na ja, wenn ‘s schmeckt.Wir freuen uns schon sehr, wenn ihr uns einmal besucht, denn wir sind so glücklich, dass wir einer so wundervollen Katze ein Zuhause schenken durften.Ganz liebe Grüße!AmreiP.S.: Auf dem einen Foto schläft sie übrigens nur, aber sie zieht dabei oft so herrliche Grimassen ;)

06.10.2015 - Katze Leyre heißt jetzt Calypso!

Liebe Sandra,

jetzt muss ich doch ich schicke mal wieder ein paar Neuigkeiten von Calypso. Endlich kann ich auch mal ein Kuschelbild von ihr und Lechuza schicken. Mitte August gab es die ersten Schleckkontakte und inzwischen liegen die beiden immer mal wieder zusammen auf der Fensterbank und putzen sich. Es ist wirklich toll, dass die beiden langsam aber sicher Freundinnen werden.

Calypso erweist sich nach wie vor als unkomplizierte Katze. Als wir im Sommer eine Woche im Urlaub waren, war der Katzensitter auch ganz begeistert von ihrer freundlichen und anhänglichen Art. Nur morgens um sechs ist ihr Bedürfnis nach Nähe manchmal etwas anstrengend ;) Im Garten bewegt sie sich inzwischen wie selbstverständlich, als wäre sie ihr ganzes Leben auf Bayerns grünen Wiesen unterwegs gewesen und nichts, nicht einmal der Nachbarshund oder die Baustelle gegenüber, kann sie erschrecken.

Draußen liefern sich unsere Mädels auch tolle Verfolgungsjagden und sie sehen dabei richtig glücklich aus. Manchmal gehe ich mit beiden Katzen auch die Straße entlang etwas spazieren. Heute hat sie sogar die Bauarbeiter mit ihren himmelblauen Augen in den Bann gezogen.

Ich bin gespannt, wie sie wohl auf den ersten Schnee reagiert. Ein bisschen Winterfell bekommt sie sogar schon :)


Viele Grüße!
Amrei

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