Kapitel 06: Charakterstudie "mal vier"

9. Juli 2014

Auflösung des Rätsels

DAS WAR DIE DIEBIN!!! Sie wollte wohl die Enttarnung verhindern!!!

Charakterstudie mal 4

Nun kannten wir die vier schon ein paar Tage – Zeit, uns einer kleinen vorläufigen Charakterstudie zu widmen.

Tamy: Professorin Dr. Kugelschieb

Zuständig für die kniffligen Einsätze mit Hirn und Logik.

Daher braucht sie verständlicherweise auch mehr Schlaf als die anderen, um ihre Pläne zu durchdenken und entsprechende Vorbereitungen zu treffen. Sie ist der Profi im Auffinden von Leckerlis in der ganzen Wohnung. Wie ein kleines Trüffelschweinchen schnuppert sie systematisch Kratzbäume und Verstecke ab und findet wirklich jedes Bonbon.

Wenn die anderen ihre wilden Spielrunden starten und gurrend kreuz und quer durch die Wohnung rasen, bringt sie sich lieber in Sicherheit. Nur manchmal gestattet sie sich ein kleines Übermütchen, vergisst ihr gutes Benehmen und klettert ausgelassen die Kratzbäume rauf und runter.

Sie ist die Fürsorgliche, die genau schaut, ob es allen gut geht und ob sie auch sauber sind. Liebevoll aber unnachgiebig hält sie die Köpfchen fest und schleckt sie intensiv ab. Hank genießt das sichtlich!

Leider ist sie nach wie vor die misstrauischste, die mit ihren 2-farbigen Augen argwöhnisch unsere Bewegungen beobachtet. Bis jetzt ist es uns nicht einmal möglich, mal ihren Rücken zu berühren. Immerhin fängt unsere unnahbare Diva nun an, mit den Augen zu zwinkern, wenn wir mit ihr flirten. Denn sie weiß, dass sie bildschön ist!

Hank: Geheimagent 00 – unterm Bett

Spezialität: Lautloses und spurloses Verschwinden und Auftauchen

Inzwischen haben wir herausgefunden, dass HANK eine Abkürzung ist für:

H = Houdini

A = Agent

N = Nachtwächter

K = Konzertsänger

In einer noch nie dagewesenen Codierung funkt er uns seine Einsatzpläne für die nächste Mission. Denn sein tägliches Jodeln morgens und abends (gerne um 5.00 und um 23.00 Uhr) ist einzigartig. Denn je nach Tonabfolge reagieren die anderen in Sekundenschnelle und melden sich zur Stelle.

Inzwischen hat er seine Kommandozentrale unterm Bett aufgegeben und nun verschiedene Außenposten auf den Kratzbäumen eingerichtet. Gewissenhaft sichert er täglich die Grenzen der Wohnung, schleicht in jede Ecke und sucht fremde, gefährliche Eindringlinge. Er stellt äußerst erfolgreich Silberfischchen, Weberknechte und Fliegen, die den Luxus dieser Wohnung nicht verdienen.

Zusätzlich zum Jodeln geht er aber auch gewissenhaft seinem Hobby nach –€“ dem Singen. Arie für Arie übt er gewissenhaft ein, bringt sich gern auf einer erhöhten Sitzmöglichkeit in Stellung und beglückt seine Zuhörer mit wahrhaft großartigen Konzerten.

Jedes Spielzeug wird zuerst sämtlichen Analysen unterzogen: intensiv beobachtet, studiert und beschnuppert. Dann wird wild damit gespielt.

Was hatte Hank in seinem kurzen Leben nur für schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht? Viele seiner Missionen als Geheimagent müssen schief gegangen sein, um so vorsichtig und misstrauisch zu werden. Nach wie vor beobachtet er unsere Bewegungen und Handlungen aufs genaueste. Alle unsere Taten werden gewissenhaft in Positiv- und Negativ -Listen eingetragen. Zum Glück scheint die Positiv-Liste zu überwiegen, da er langsam etwas weniger scheu wird. Nun flüchtet er auch nicht mehr im Galopp, sondern trabt nur noch davon. Und er lässt es zu, dass wir mit ihm reden, ohne gleich die Flucht zu ergreifen.

Am Morgen, wenn ihm der Magen knurrt, ist er am zugänglichsten. Dann streicht auch er um unsere Füße, lässt sich streicheln und schnurrt zum Dank wie ein Weltmeister. Inzwischen ist er (zumindest morgens) so ein Schmusebär, dass Mucki mit einem eifersüchtigen Auge auf ihn blickt.

Mucki, alias »Muchacho«: der Gentleman

der Sensible und Sanftmütige

Stets mit großem Herzen und unendlichem Verständnis für die Kleinen. Die Rasselbande schafft ihn täglich ganz schön und so ist der Ersatzpapa stets darauf bedacht, auf Vorrat Nervennahrung für schlechte Zeiten zu fressen. Sobald einer von uns in der Küche hantiert, ist er zur Stelle –€“ gerne in Begleitung von Raspi, in der Hoffnung auf einen kleinen Snack zwischendurch. Er entwickelt sich wahrhaft zum Proviantmeister.

Stets gelassen nimmt er es hin, dass seine cremefarbige Schönheit durch Raspis Kau- und Lutsch-Attacken ein wenig zerstört ist. Stolz trägt er die ständig nasse und zerfranste Schwanzspitze hoch aufgerichtet.

Aber auch er hat zunehmend seine besonderen 30 Minuten am Tag. Dann können auch die Kleinen nur noch staunen, wenn Mucki zu Speedy Gonzales mutiert und den Rest der Bande durch die Wohnung jagt. Nach wie vor liebt er seinen Rascheltunnel, der erstaunlicherweise bei einer derartigen Beanspruchung noch nicht in Fetzen herumliegt.

Und er ist auch derjenige, der immer darauf bedacht ist, nicht zu kurz zu kommen. Mit besorgter Miene beäugt er jede Liebkosung, die ein anderer bekommt und fordert auf der Stelle mindestens einen Streichler mehr.

Raspi: unsere Terrorprinzessin

Und unser kleines Preiselbeerchen!!! :-) Unsere Schönheit mit der unglaublichen Fellzeichnung! Zum Glück hat sie noch nicht umrissen, WIE schön sie eigentlich ist!

Sie ist die Draufgängerin! Wagemutig und neugierig stürzt sie sich auf alles, was sich bewegt. Sie springt hoch und runter ohne Rücksicht auf Verluste. Sie liebt ihren Federwedel über alles, jagt ihm ausgiebig hinterher und hüpft aus dem Stand in unglaublichen Pirouetten in die Höhe. Bald kann sie im Zirkus auftreten! Raspi ist die Mutigste, die wirklich alles ausprobieren muss. Oft als Erste testet sie ein neues Abenteuer. Findet sie eines spannend und aufregend, berichtet sie dies brühwarm den anderen, die sofort zur Stelle sind und der Kleinen alles nachmachen müssen.

Sie braucht auch am wenigsten Schlaf. Spielen, spielen, spielen steht auf ihrem Tagesprogramm an erster Stelle. Manchmal sehr zum Leidwesen der anderen, da sie diese ohne Hemmungen weckt und nervt. Sie rauft mit den Jungs, kugelt sich durch die Gegend und wenn die nicht mehr können, wird Tamy durch die Wohnung gejagt. Wenn auch die sich verzieht, sind die Bällchen, der Tunnel und zur Not auch die Spielschiene dran. Hauptsache Action und Abenteuer!

Irgendwann kommt auch Raspi mal zur Ruhe und schläft tief und fest an Ort und Stelle ein. Die Erleichterung ist uns allen deutlich anzusehen. Psst, die kleine Terrorprinzessin schläft, niiiiicht stören! :-)

Aber sie ist auch diejenige, die am meisten Kontakt zu uns aufnimmt und uns schon bedingungslos vertraut. Sie lässt sich die Ohren putzen und die Klosteinchen aus den Krallen popeln. Sie beobachtet nicht mehr argwöhnisch jede unserer Bewegungen. Langgestreckt dehnt sie sich am Boden, lässt sich durchknuddeln und verdreht genüsslich die Augen. Inzwischen fordert sie ihre täglichen Streichelportionen sehr vehement ein, indem sie schnurrend und krähend um unsere Beine streicht.

Aber aus Erfahrung klug geworden – wir trauen der Kleinen nicht einen Meter übern Weg!

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