Kapitel 10: Fazit nach vier Wochen

26. Juli 2014

Lösung des Rätsels Nr. 2: Wunder geschehen

Wer war der erste Gast in meinem Bett? Es war erstaunlicher Weise HANKI!

Fazit nach vier Wochen

Nun waren unsere vier schon einen Monat bei uns! Und wir hatten bereits so viel erreicht - mehr als wir je zu träumen gewagt hätten. Wir waren uns sicher, das spanische Quartett war nun richtig bei uns angekommen und fühlte sich pudelwohl. Das zeigten sie uns jeden Tag und machten uns damit sehr glücklich!

Mucki

Wenn wir nach Hause kommen, werden wir zuverlässig und freudig von Mucki begrüßt. Manchmal bekommt er zwar noch kaum seine Augen auf, so wird er vom sich drehenden Schlüssel aus dem Tiefschlaf gerissen. Aber er ist da, mit hoch aufgerichtetem Schwanz und stets dem Bedürfnis gestreichelt zu werden. Entspannt hinlegen geht auch immer besser und er genießt unsere Berührungen sehr. Schnurren allerdings scheint er nicht zu können oder zu kennen. Mucki genießt ganz still. Und an noch etwas müssen wir uns gewöhnen – denn sein strubbeliges, extrem dehnbares Borstenfell, wie das Fell eines jungen Löwen, ist für eine Katze mehr als ungewöhnlich.

Raspi

Raspi ist unsere Herzensbrecherin! Quirlig, munter und lebhaft buhlt sie um unsere Aufmerksamkeit. Wenn sie schmusen will –€“ und das war mehrfach am Tag - schmeißt sie sich quietschend vor unsere Füße. Inzwischen nennen wir sie nur noch »Quietschi«, da sie die süßesten Geräusche von sich gibt, wenn sie hektisch Streichel- oder Spieleinheiten einfordert. Aber unsere Terrorprinzessin kann auch ganz schön anstrengend sein, denn sie duldet keine Sekunde Aufschub. Wenn es ihr nicht schnell genug geht oder wir ihr nicht die nötige 100%ige Aufmerksamkeit schenken, beißt sie wahllos in die große Zehe, ins Bein, in den Arm oder in die Hand.

Sie kann man richtig durchknuddeln, hochheben, im Arm halten und abknutschen. Ihr weiches, flauschiges Fell ist herrlich! Vertrauensvoll lässt sie alles mit sich machen.

Hank

Größte Erfolge haben wir bei Hank! Wer hätte das gedacht, dass wir doch in so kurzer Zeit an ihn herankommen sollten. Inzwischen fordert er mindestens dreimal täglich seine Streicheleinheiten. An den Füßen streicht er entlang, maunzt dazu und wirft seinen beeindruckenden Schnurrmotor an. Nun hat er es auch gelernt, mir soweit zu vertrauen, dass er sich entspannt hinlegt, die Augen schließt und sich zumindest kurz streicheln lässt. Ich genieße das mindestens so sehr wie er, da sein bisschen längeres Fell seidig weich ist.

Tamy

Und unsere Tamy –Tja, an die kommen wir noch nicht ran. Unsere hochintelligente Schönheit traut uns einfach nicht übern Weg. Die Tierärztin prophezeit schon, dass wir sie nie handzahm bekommen würden. Das warten wir doch mal in Ruhe ab, denn auch bei Tamy erreichen wir tolle Fortschritte.

Sie hält sich stets in der Nähe der anderen auf, ist damit auch in unserer Nähe und beobachtet hochinteressiert alles sehr genau. Wir können mit ihr reden und sie anschauen, ohne dass sie gleich panisch flüchtet. Inzwischen läuft sie auch unmittelbar an uns vorbei, wenn sie dringende Termine hat. Aber es wurmt sie immer mehr, dass sie so ein Schisser ist – das merkt man deutlich!

Eines Tages waren wieder mal alle Näpfe leer und unser schüchternes Mädchen hatte Hunger. Ich beobachtete höchst interessiert, wie sie sich Mucki suchte und ihn miauend anschmeichelte. Langsam aber äußerst zielstrebig schob sie ihn Richtung Küche. Mucki schaute mich stumm an, aber ich verstand ihn auch so: »Mama, Tamy hat Hunger, mach doch mal was!« Geduldig wartete er ab, bis die Kleine fertig gefressen hatte, dann zogen beide wieder zufrieden ab.

Das stille Örtchen

Unsere vier waren ja soooo brav. Die Katzenklos wurden von Anfang an akzeptiert und immer zuverlässig benutzt. Ausgiebig testeten sie unsere Vorschläge an Streusorten und befanden alle für gut! Allerdings präferierten sie deutlich die große Hauben-Toilette, die dann doch ein wenig mehr Privatsphäre brachte.

Nur Tamy ging wieder mal ihren eigenen Weg. Sie liebte das offene Klo mit dem schneeweißen Streu. Hier scharrte sie erst einmal Unmengen Steinchen zur Seite, mit Vorliebe über den Rand hinaus, bis sie mit zuckendem Schwänzchen endlich zur Ruhe kam. Anschließend schaufelte sie dann Berge zurück in die andere Richtung. Die Streumenge, die sie so jeden Tag bewegte, war echt beachtlich.

Besonders lustig war es, dass sie jeden der anderen unbedingt mit auf die Toilette begleiten wollte, nach dem Motto »Mädchen gehen immer zu 2. aufs Klo!«. Sobald sie ein Scharren hörte, raste sie los und sah nach dem Rechten.

Bei Hanki wurden wir jedoch stets vorgewarnt, dass wir aus geruchstechnischen Gründen besser nicht in die Nähe des Katzenklos kommen sollten. Er sang seine Ich-gehe-jetzt-aufs-Klo-Arie!

Raspi benutzte beide Klos. Fein säuberlich getrennt –€“ nach großen und kleinen Geschäften. Nachdem sie erfolgreich das eine erledigt hatte, stieg sie um ins andere Klo und brachte Teil zwei hinter sich.

Mucki machte keine große Sache daraus. Er nahm das Klo, das gerade frei war, scharrte ein bisschen und verzog sich wieder.

Aber sie liebten es, wenn neues Streu dazugefüllt wurde. Dann mussten sie der Reihe nach dringend das Klo aufsuchen und sich noch das letzte bisschen Flüssigkeit aus sich hinausdrücken.

Praxistest: Fischgräten-Laserpointer

Wir hatten ein neues Spielzeug entdeckt!

Wahnsinn, da kam Action ins Spiel!!! Mucki, Hanki und Raspi schlitterten über den Parkettboden, die Krallen kratzten über den Boden, die schlanken Körperchen fetzten um die Ecke. Sie waren begeistert. Und die konnten kaum genug davon kriegen.

Es schien DAS Spiel für Hank zu sein. Die Schnelligkeit und Wendigkeit, die er an den Tag legte, waren echt beeindruckend.

Tamy beschaute sich das erst mal aus sicherer Entfernung. Ich lenkte den Laser zu ihr, sie patschte mit ihrer Pfote ein paar Mal in den Lichtschein. Dann fing ihr schlaues Köpfchen an zu denken. Blick nach oben zu meiner Hand –  alles klar: nur fauler Zauber – Frau Professorin drehte sich um und ging. Spiel völlig uninteressant! Zum Glück lieߟ sie den anderen ihren Spaß!

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