Kapitel 26: Zweiter Geburtstag/ Panzerknacker unterwegs

Oktober 2015

HAPPY BIRTHDAY, liebes Trio !!!

Unglaublich, aber wahr – Tamy, Hanki und Raspi waren nun zwei Jahre alt!! Das musste doch gefeiert werden!

Das extra gegrillte Huhn schmeckte allerdings wieder nur mal Mucki, der sich begeistert mit seinem scheinbar unstillbaren Hunger darüber hermachte.

Unser Geburtstagstrio interessierte sich dafür viel mehr für den Karton, den der Paketbote mühsam schnaufend in den 2. Stock schleppte.

In den Köpfen unserer Katzen hatte sich nämlich schon längst der Gedanke festgegraben: »Paket = GESCHENKE!!! Noch mehr GESCHENKE!!! Alles für UNS!!!«

Natürlich waren wieder zahlreiche Dosen, Tüten und Bonbons dabei, aber auch ein wunderbares, neues Spielzeug. Eine Angel mit langem, neongrünen Federchen.

YYEEAAAAHHHHH – eine Geburtstags-Angel!!! Alle vier stürzten sich darauf, schleppten sie durch die Gegend, wickelten sie um Stuhlbeine, versteckten sie in ihren Schlafbettchen und flippten aus, wenn sich das Federchen auf geheimnisvolle Weise bewegte und durch die Luft flog. Hanki sprang mit Pirouetten und Saltos durch die Luft, Tamys Krallen kratzten über den Boden, während ihr Schwanz so dick aufgeplustert war wie das Federchen, Mucki rannte die anderen in Grund und Boden, wenn er gierig nach der Angel jagte. Unsere kleine Raspi konnte sich bei so wilden Spielaktivitäten nur knapp in Sicherheit bringen.

Es ist einfach phantastisch, unseren gesunden, jungen Katzen zuzuschauen, die vor Lebensfreude nur so sprühen!

Neuigkeiten von unseren drei Geschwistern

Nach nun eineinhalb Jahren hier bei uns daheim entdeckt Hanki, dass mein Schoß zum Schmusen doch ganz bequem ist. Wenn ich nach Hause komme, trabt er mit Mucki zusammen laut schreiend an, springt aufs Bett und lässt sich genüsslich auf mir nieder. Laut schnurrend liegt er langgestreckt auf meinen Beinen und lässt Nachzüglerin Raspi meist auch noch einen kleinen Platz übrig :-).

Gerne nimmt sich Hanki einen Happen Futter für schlechte Zeiten mit, den er sich in die Backen schiebt. Aus dem Tiefschlaf erwacht er plötzlich, setzt sich verschlafen hin und fängt intensiv das Schmatzen an. Tolle Methode – so spart man sich so manchen Weg!

Raspi, eindeutig unsere Papa-Katze, ist unglaublich süß. Verliebt schaut sie ihren Papa mit wunderschönen Bernsteinaugen an, gibt die süßesten Tönchen von sich und wickelt ihn mit Leichtigkeit um ihre Pfoten. Sie bekommt von ihm einfach alles, was sie will. Ein zusätzliches Breckies, ein liebevolles Streicheln, ein wildes Spielen, eine extra Portion Aufmerksamkeit.

Tamy ist ein großartiges Hausmütterchen und höchst interessiert an unseren Aufräum- und Putzaktivitäten in der Wohnung. Wir können ihr keine größere Freude machen, als unsere Einkäufe in der Küche zu verräumen, das Bad zu putzen oder mit dem Staubsauger durch die Wohnung zu tanzen. Völlig ausgeflippt ist sie allerdings, als wir in der ganzen Wohnung die Fenster putzten. Gewissenhaft und wohl mit uns zufrieden kontrollierte sie an jedem Fenster die Arbeitsergebnisse.

Tamys Lieblingsplatz ist nach wie vor das maritime Schlafbettchen, das sie sich bei Nachfrage auch gerne mal teilt.

Tief in ihren Träumen gefangen zucken die Pfoten und Schnurrhaare, die rosa Öhrchen wackeln, wenn sie in ihrem kleinen kriminellen Köpfchen die nächsten Raubzüge plant: »hhhhmmm, Schneidbrenner ... hhhhmmm, welche Zahlenkombination ... hhhhmmm, Tresor knacken ... «

Nur ein paar Tage später war es wieder mal soweit ...

Panzerknacker unterwegs

Eines Morgens öffnete ich die Tür und vier sehr betreten aussehende Augenpaare starrten hoch zu mir. Was war da los? Kein Maunzen? Kein Schreien? Kein heiseres Miauen? Kein Schnurren? Kein Herumwuseln um meine Füße? Nur betretene Blicke!

Oha – WAS hatten sie nur angestellt? Ich wagte einen Blick durch die Wohnung! Schnell hatte ich die Ursache gefunden. Zum wiederholten Mal hatten unsere Panzerknacker die an vier Seiten verschlossene Bonbonkiste geöffnet. Es lagen überall zerfetzte Bonbon-Tütchen herum – unsere Rasselbande hatte den Vorrat von drei Bonbon-Wochen geplündert und irgendwie schienen ihnen diese schwer im Magen zu liegen, denn sie bettelten gar nicht nach Breckies.

Stattdessen setzte sich Tamy neben den Trinkbrunnen und soff ihn quasi leer. Der Rest der Truppe suchte sich erneut einen Schlafplatz, vorsichtig ihre dicken Bäuche platzierend.

Bis zum Abend reichte ihr Kurzzeitgedächtnis allerdings nicht. Pünktlich um 19.30 Uhr saß unser Quartett rund um mich und auf mir, um mich mit flehenden Blicken an meine Pflichten zu erinnern. Eine Stunde blieb ich standhaft, dann ... tja dann ... kippten sie meine Erziehungsversuche ... !

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