Katzen als Mitbewohner

Bevor Sie einer Samtpfote ein neues Zuhause bieten, möchten wir Ihnen hier einige grundlegende Dinge ans Herz legen über die Sie sich bestenfalls vorher bereits Gedanken machen sollten.

Diese Seite soll Ihnen eine Hilfestellung geben, damit sich Ihre Katze schnell bei Ihnen einlebt und wohl fühlt.

Die Anreise

Wenn Sie eine oder mehrere Katzen zu sich nach Hause holen, ist ein Katzen-Transportkorb (je Katze) unabdingbar. Der gehört früher oder später sowieso zur Grundausstattung, damit die Katze(n) unversehrt zum Tierarzt transportiert werden kann/können.

Legen Sie eine kuschelige Decke in den Korb damit sich die Katze wohl fühlt, auch ein paar Leckereien können die Sache ggf. angenehmer gestalten.

Bei scheuen Tieren empiehlt es sich beim Transport ein dünnes Laken um den Korb zu legen, so dass sie sich sicherer in ihrem Korb fühlen und nichts von draussen mitbekommen.

Eine Katze darf keinesfalls ohne verschlossenen Transkportkorb ins Auto gesetzt werden! Dieses ungewohnte Erlebnis kann sonst zum Horror-Trip für alle Insassen werden und im schlimmsten Fall können durch ein verschrecktes Tier im Auto Unfälle passieren.

Der Einzug

Zuhause angekommen, sollten Sie zuerst alle Fenster und Türen schließen. Lassen Sie erst dann die Katze(n) aus ihrem Transportkorb und beobachten Sie gespannt, wie sie langsam ihr neues Heim in Besitz nimmt. Zeigen Sie ihr/ihnen vorsichtig das neue Zuhause, die „Selbstbedienungstheke“ für Wasser, den Futterplatz und vor allem das Katzenklo.

Hierbei ist zu beachten, dass die genannten Bereiche einen festen Platz in Ihrer Wohnung einnehmen sollten, auch wenn Sie gerne wöchentlich die Möbel rücken. Ein geschützter Platz ist hierfür von Vorteil, denn wenn wir ehrlich sind, auf dem Klo oder beim Essen lassen wir uns doch auch nicht gern beobachten, oder?

Geben Sie der/den Katze(n) Zeit sich einzugewöhnen und versuchen Sie sich mit wilden Schmuse-Attacken ein wenig zu bremsen. Zeigen Sie ihr/ihnen lieber durch aufregende Spielangebote Ihre Aufmerksamkeit und richten Sie sich vorsichtshalber mal auf eine lange Nacht ein. Aber keine Sorge – Sie werden belohnt. Je mehr Sie sich in den ersten Tagen nach dem Einzug mit Ihren neuen Familienmitgliedern beschäftigen, desto schneller verlieren die Tiere die Scheu.

Sollte bereits ein Stubentiger bei Ihnen wohnen, sollten Sie den Neuankömmling die ersten Tage in einem separaten Zimmer unterbringen und die beiden dann langsam vergesellschaften. Hierzu später mehr...

Die WG ist eröffnet

Nun beginnt für alle Mitbewohner eine aufregende Zeit. Ihre Katze(n) muss/müssen nun erst mal mit den vielen neuen Eindrücken zurechtkommen. 

Die neue Umgebung, die neuen Zweibeiner, die evtl. vorhandenen anderen Zweibeiner und natürlich die vielen aufregenden und unbekannten Gerüche sind eine Herausforderung für Ihre(n) neuen Stubentiger. Geben Sie den Tieren daher Zeit sich daran zu gewöhnen.

Aber vergessen Sie lieber gleich den Gedanken, dass Sie immer noch der alleinige Herrscher im Hause sind, denn spätestens ab jetzt (falls Sie vorher keine Katzen hatten) beginnt Ihr neuer Mitbewohner die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Das Essen ist serviert

Da Aufregung auf den Magen schlagen kann, sollten Sie beim Futter, sofern möglich, zunächst nichts Unvertrautes geben sofern Ihnen bekannt ist was die Katze(n) vorher gefressen hat/haben.

Bis zu einem Alter von ca. 16 Wochen gibt man aufgrund des kleinen Magens vier bis fünf kleine Mahlzeiten. Jeden darauf folgenden Monat kann dann eine Mahlzeit wegfallen und ab ca. 7 Monaten gibt es Futter zweimal täglich - wie für die Großen.

Am einfachsten ist eine Fütterung mit Fertigfutter in Dosen oder als Trockenfutter. Eine kleine Info wie Sie gutes Futter erkennen haben wir hier für Sie zusammengestellt. 

Auf den Verpackungen steht die entsprechende Fütterungsmenge. Zu beachten ist dabei, dass das Futter Zimmertemperatur haben sollte.

Ein Idealgewicht für Katzen lässt sich zwar nicht genau festlegen, weil verschiedene Körpereigenschaften davon abhängig sind, aber wenn Ihr Tiger mehr als sechs oder sieben Kilogramm auf die Waage bringt, dann ist es höchste Zeit für eine Diät.

Achtung: Was für uns Menschen gut ist, kann für Katzen gefährlich oder sogar tödlich sein! Tischreste, verdorbenes Fleisch oder verdorbener Fisch sowie Wurstpelle gehören nicht in den Futternapf!

Auch Fertigfutterreste sollten nicht zu lange im Napf bleiben.Gerade im Sommer freuen sich schnell die Fliegen über älteres Futter und mit den von ihnen dort abgelegten Eiern bildet sich eine ideale Brutstätte für Bakterien.

Als Getränk sollte immer frisches Wasser bereitstehen. Die von uns geliebte Milch ist für Katzen ungesund, da der darin enthaltene Milchzucker von vielen Katzen oft schlecht vertragen wird.

Die Vergesellschaftung

Falls schon eine Samtpfote bei Ihnen wohnt, sollten Sie ihr den neuen Mitbewohner behutsam vorstellen und nicht einfach dazu setzen und hoffen dass schon alles gut geht.

Bei Ankunft empfehlen wir den Neuankömmling erstmal in ein eigenes separates Zimmer einziehen zu lassen damit er sich akklimatisieren und erstmal "ankommen" kann. Bestenfalls haben Sie schon ein paar Tage vorher die Türe zu diesem Zimmer geschlossen gehalten damit Ihre "Erstkatze" sich schon daran gewöhnt hat.

Es empfiehlt sich auch, gleich einen Test auf Parasiten durchzuführen und bei Bedarf zu behandeln um eine Ansteckung des eigenen Stubentigers zu vermeiden.

Wenn beide Katzen ruhig und ausgeglichen wirken und keinen Stress haben, können Sie nach ein paar Tagen (bei manchen Katzen auch früher) die Türe öffnen. Bleiben Sie ruhig und beobachten Sie die beiden. Ein Fauchen oder Knurren sollte sie nicht verunsichern, das ist ganz normal - man muss sich schliesslich etwas Respekt verschaffen.

Nun kann es sein dass es ein paar Tage oder sogar Wochen dauert bis die beiden sich akzeptieren, haben Sie Geduld und lassen Sie den Katzen Zeit zum kennen lernen. Solange es keine ernsthaften Kämpfereien git ist alles im grünen Bereich.

Wir empfehlen als Unterstützung beiden Tieren Bachblüten (Rescue) ins Futter zu geben, das kann den Tieren bei der Aufregung helfen. Sie können diese auch schon ein paar Tage vor dem Einzug verabreichen.

Das Spiel kann beginnen

Katzen lieben alles was sich bewegt. Sie können sich das zu Nutze machen und mit ganz einfachen Dingen das Herz Ihres Stubentigers im Sturm erobern.

Ein Stock aus dem Garten mit einer Schnur am Ende als Spielangel oder einfach nur zusammengeknüllte Alufolie oder Tischtennisbälle sind z.B. sehr beliebt. Katzen fangen auch gern über den Boden gezogene Schnüre. Heiß begehrt in Katzenkreisen sind auch mit Katzenminze gefüllte Säckchen oder mit Baldrian präparierte Mäuse. Diese sind in Fachgeschäften erhältlich.

Achten Sie nur darauf, dass Ihre Katze das Spielzeug weder verschlucken, noch sich daran verletzen kann. Schnüre sollten nach dem Spielen sicherheitshalber immer weg geräumt werden.

Ganz ohne Kratzer werden Sie vielleicht nicht davon kommen. Aber nehmen Sie es nicht so tragisch, sondern seien Sie stolz auf die „Abzeichen“, die Sie als neues Mitglied in der Gilde der Katzenfreunde ausweisen.

Die Katzenerziehung

Allgemeines:

Das unsere Katzen nicht so leicht zu erziehen sind wie ein Hund ist Ihnen sicher schon aufgefallen. Ein paar Regeln kann es aber schon geben.

Tabu-Plätze:

Katzen testen gerne aus wie weit sie gehen können, und das bis in den hintersten Winkel. Tabu-Plätze wie Esstisch, Küchenherd, die guten Polstermöbel zum Kratzen oder der alte Eichenschrank von Oma werden selbstverständlich ebenfalls getestet. Sollten Sie die Katze an einem dieser Plätze erwischen, dann sagen Sie laut und deutlich „Nein“ und setzen die Katze vorsichtig aber bestimmt zurück auf den Teppich oder zum Krallen wetzen an den dafür vorgesehenen Platz. Hier sind Konsequenz und Durchhaltevermögen von uns Zweibeinern gefordert.

Fast jede Katze zieht das Bett einem Katzenkorb vor. Wenn Sie aber nicht möchten dass Ihr Stubentiger das Bett mit Ihnen teilt, dann schließen Sie gleich von Anfang an konsequent die Zimmertür und nehmen Sie vorsichtshalber eine Packung Ohrstöpsel mit. Haben Sie kein Problem mit einem Vierbeiner im Bett dann wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Platz immer kleiner wird und sich beim Umdrehen die Bettdecke nicht mit bewegt... In den kalten Jahreszeiten ist eine vierbeinige „Wärmflasche“ oft sehr angenehm. 

Katzen sind bei der Erziehung wie Kinder: je weniger Regeln und Verbote, desto eher werden die wenigen wichtigen Tabu-Plätze gemieden.

Stubenreinheit:

Ihre Angst, die Katze könnte vielleicht den guten alten Perserteppich mit der Toilette verwechseln, ist in den allermeisten Fällen unbegründet und Sie brauchen sich wegen einer Unsauberkeit keine sorgen machen. Diese Erziehung hat oftmals bereits die Katzenmutter übernommen, oder sie haben es sich bei anderen Artgenossen abgeguckt.

Sollte aber doch mal versehentlich Etwas danebengehen entfernen Sie das Malheur sofort und wischen mit verdünntem Essigwasser nach. Es könnte sonst nämlich sein, dass sich die Katze von ihrem selbst erschaffenen Geruch angezogen und ermutigt wird das Ganze dort zu wiederholen.

Falls doch öfter mal was daneben geht dann hat das meist eine Ursache, der man auf den Grund gehen muss. Wenn die Katze gesund ist und Sie körperliche Ursachen ausschliessen können dann gibt es noch die Möglichkeit dass es z.B. Protest aufgrund Vernachlässigung oder einer Veränderung (z.B. Umstellen der Möbel, neuer Partner) ist oder evtl. auch an einem "falschen" Katzenklo liegt. Es gibt Katzenklos mit oder ohne Deckel und diverse Katzenstreus - testen Sie womit Ihre Samtpfote am besten klar kommt. Auch der Ort des Katzenklos ist wichtig: es sollte ein ruhiger Ort sein, kein Durchgangszimmer o.ä.

Außerdem sollte ausreichend Streu aus dem Fachhandel eingefüllt werden, da alle Katzen ihr Geschäft sorgfältig verscharren.

Bei der Reinigung des Katzenklos ist zu beachten, dass alle Exkremente so bald wie möglich entfernt werden müssen und das Klo ab und zu mit heißem Wasser gereinigt werden sollte, um eventuelle Bakterien zu vernichten. Desinfektionsmittel sollten nur sparsam angewendet werden, da z. B. Inhaltsstoffe wie Phenol oder Lysol sehr gefährlich sind.

Gefahrenquellen

Auch auf Wohnungskatze lauern viele leicht zu unterschätzende Gefahren. Gerade im Flegelalter, wo alles getestet und erkundet wird, können schnell schmerzhafte oder im schlimmsten Fall sogar tödliche Unfälle passieren. Vergessen Sie die Weisheit, eine Katze hätte mehrere Leben. Selbst als größter Katzenfreund können Sie Ihre Augen und Ohren nicht überall haben.

Fenster:

Gerne lassen wir mal ein Fenster offen oder kippen es an, auch wenn wir die Wohnung verlassen. Aber bei einem geöffneten Fenster kann die Katze einfach aussteigen oder auf der Jagd nach einem Tier das Gleichgewicht verlieren und in die Tiefe stürzen. Dies gilt natürlich auch für Balkone.

Gekippte Fenster stellen die grösste Gefahr dar, denn dort kann die Katze sich lebensgefährlich einklemmen und wenn Sie nach vielen Stunden von der Arbeit nach Hause kommen, kann es vielleicht für Ihren Vierbeiner schon zu spät sein. In Baumärkten oder im Tierfachhandel gibt es verschiedene Ausführungen von Fliegendraht oder Netzen, die solche Unfälle vermeiden können. Ebenso gibt es einen speziellen Kippfensterschutz.

Pflanzen:

Viele Pflanzen sehen wunderschön und absolut harmlos aus. Aber sie haben ein gefährliches Innenleben. Katzen sind sehr neugierig und werden auch vor Ihrem Grünzeug nicht Halt machen.

Eine Übersicht  vieler gängiger Giftpflanzen finden Sie hier.

Natürlich müssen Sie nicht alle Pflanzen aus Ihrer Wohnung verbannen, aber vielleicht findet sich für sie auch ein Platz außerhalb der Reichweite Ihrer Vierbeiner. Oder Sie schenken Ihrer Katze eine eigene Pflanze: Katzengras. Dies ist nicht nur gesund für das Tier, sondern auch noch dekorativ.

Reinigungsmittel / Medikamente:

Hier wird an alle „Putzteufel“ und „Medikamentensammler“ appelliert! Sauberkeit und Gesundheit sind wichtig, doch bei der Aufbewahrung dieser Dinge sollten Sie es wie bei Kleinkindern halten. Gut verschlossen und unerreichbar für Vierbeiner aufbewahren.

Toilette:

Wie schon gesagt sind Katzen sehr neugierig, also wird auch vor einem Blick ins Menschenklo nicht gestoppt. Aber hier kann die Katze vom Rand abrutschen und kopfüber in die Schüssel stürzen. Ohne fremde Hilfe wäre sie verloren. Daher bitte Klodeckel schließen!

Haushaltsgeräte:

Zu fast jedem Haushalt gehört inzwischen hochmoderne Technik. Lassen Sie aber niemals unbeaufsichtigt Waschmaschinen-, Trockner-, Spülmaschinen- oder Backofentüren offen stehen und vergewissern Sie sich vor dem Einschalten der Geräte, dass keine Vierbeiner darin sitzen.

Impfungen

Alle Samtpfoten die Sie von und adoptiert haben, haben im Regelfall alle bis zu diesem Zeitpunkt erforderlichen Impfungen erhalten. Einen entsprechenden EU-Ausweis bzw. Impfpass haben Sie von uns überreicht bekommen.

Eine Entwurmung wurde ebenfalls durchgeführt.

Bzgl. der künftigen Schutzimpfung sowie der Entwurmungen stimmen Sie sich bitte mit Ihrem Tierarzt ab.

Eine Impfempfehlung der LMU München finden Sie hier.

Kurz zusammengefasst sind das:

Katzenschnupfen/Katzenseuche (Kombi-Impfung)

  • Grundimmunisierung: Erstimpfung ab einem Alter von 8 Wochen - dann alle 3-4 Wochen bis das Tier 16 Wochen alt ist - dann 1 Jahr später Nachimpfung
  • Wiederholungsimpfungen: größere Intervalle ausreichend - lt. LMU 3 Jahre

Katzenleukose (FeLV) 

Hier sollte vorher der aktuelle FeLV Status überprüft werden, da die Impfung bei positiven Tieren unwirksam ist

  • Grundimmunisierung: Erstimpfung in der 16.- 20. Lebenswoche - dann nach 15 Monaten Nachimpfung
  • Wiederholungsimpfungen: größere Intervalle von 3 Jahren ausreichend

Katzen ab einem Alter von ca. 8 Jahren müssen nicht mehr geimpft werden (Altersresistenz)

Tollwut

Bei Reisen innerhalb der EU ist ein Impfschutz gegen Tollwut vorgeschrieben. Bitte beachten Sie in Ihrer Reiseplanung dass der Impfschutz erst 21 Tage nach der Erstimpfung eintritt

  • Grundimmunisierung: Erstimpfung im Alter von 3 Monaten - danach kann eine Nachimpfung nach 4 Wochen erfolgen
  • Wiederholungsimpfungen: gem. Packungsbeilage alle ein bis drei Jahre

FIP

Da die Wirkung nicht ausreichend belegt ist, wird die FIP-Impfung von der LMU nicht empfohlen.

Katzenkrankheiten

Natürlich wünscht sich jeder Tierbesitzer, dass sein Liebling gesund bleibt. Die richtige Ernährung, Gesundheitspflege, Schutz und Fürsorge können zwar Einiges bewirken, aber leider gibt es keine Garantie für lebenslange Gesundheit.

Darum eine eiserne Regel:

Sobald Ihre Katze Veränderungen aufweist sollten Sie unbedingt sofort den Tierarzt aufsuchen!

Nähere Infos über die wichtigsten Katzenkrankheiten finden Sie hier.

Freilauf / Etagenrevier

Katze würden am liebsten den ganzen Tag in der Gegend herumstreunen um die Welt zu erobern. Aber dies ist auf Grund der dort lauernden Gefahren ein heikles Thema. Abgesehen von Straßenverkehr, Pflanzenschutzmitteln, Schädlingsbekämpfung oder einem Hund der Katzen zum Fressen gern hat, gibt es auch leider immer mehr Menschen, die Katzen nicht ausstehen können. Sie sollten es daher vorher gut überlegen ob Sie Ihrer Samtpfote die Möglichkeit des Freilaufes bieten wollen.

Falls Sie sich dafür entscheiden beachten Sie bitte folgendes: Freigänger sollten nach Einzug in ein neues Zuhause grundsätzlich erst 4-6 Wochen in der Wohnung bleiben, damit sie sich an ihre Menschen gewöhnen können und die Wohnung als neues Zuhause akzeptieren. Eine Katzenklappe ist auf jeden Fall auch sinnvoll damit die Samtpfote zu jeder Zeit Zugang zu den sicheren eigenen vier Wänden hat und Sie nicht ständig Türsteher spielen müssen.

Bedenken Sie bitte auch dass die Katze, falls keine Katzenklappe vorhanden ist, bei Gefahr nicht ins sichere zuhause laufen kann oder auch im Winter bei Kälte nicht von alleine ins warme Haus kommt.

Aber auch ein Etagenrevier kann zur Erlebniswelt werden. Jede Menge Spielzeug ist Pflicht und sollte für die Vierbeiner immer „zur Pfote“ sein – auch wenn Sie morgens ein Bein aus dem Bett schwingen und halbverschlafen auf eine Spielzeugmaus treten.

Auch das Klettern steht hoch im Kurs. Um die antiken Schränke vor einer Eroberung zu schützen, bieten sich hier Kratzbäume an. Diese gibt es in verschiedensten Größen, Farben und Ausführungen. Je höher, desto besser.

Verstecken ist ebenfalls zu jeder Zeit beliebt und so wird es Ihnen sicher mehr als einmal passieren, dass Sie Ihre Katze suchen müssen. Fangen Sie am besten im Kleiderschrank an, denn erstaunlicherweise gelingt es den kleinen Teufeln immer wieder, sich dort unbeobachtet einzuschleichen. Auch große, verschlossene Kartons können mit geringen Heimwerker-Kenntnissen zu Höhlen umgebaut werden. Einfach eine kleine Einstiegsöffnung einschneiden und mit einem Handtuch o. ä. auslegen und fertig ist das neue Heim.

Auch ein Pappkarton mit Papierschnipseln ist ein richtiger Renner zum Spielen und Verstecken.

Katze und Urlaub

Während wir Menschen uns auf den heiß ersehnten und wohlverdienten Jahresurlaub außerhalb unserer vier Wände freuen, können sich nur die allerwenigsten Katzen für einen Tapetenwechsel begeistern.

Für sie gilt das Motto: Daheim ist’s immer noch am Schönsten!

Aber keine Sorge, auf Ihre Urlaubsreise müssen Sie nicht verzichten! In ihrer gewohnten Umgebung sind Katzen am besten aufgehoben.

Vielleicht haben Sie in Familien-, Bekanntenkreis oder der Nachbarschaft Jemanden, der Ihre Stubentiger ebenfalls ins Herz geschlossen hat und sich um die Betreuung kümmern möchte.

Ideal wäre es natürlich, wenn diese Person während Ihres Urlaubs bei Ihnen einzieht, aber es ist auch in Ordnung wenn die Tiere täglich mit frischem Wasser und Futter versorgt werden, das Katzenklo gesäubert wird und etwas Zeit für Streicheleinheiten und eine Spielstunde ist. Stellen Sie in jedem Fall ausreichend Futter und Katzenstreu zur Verfügung und legen Sie eine Liste der wichtigsten Telefonnummern und Adressen (von Ihrem Urlaubsort und dem Tierarzt) bereit.

Eine weitere Möglichkeit wäre es, das Ihre Katze solange bei der Person Ihres Vertrauens einzieht. Diesen Ortswechsel wird sie nicht allzu sehr schätzen, aber es ist immer noch besser, als sie mit in den Urlaub zu schleppen. Hier ist ganz wichtig, dass ein paar geliebten Spielsachen, die eigenen Näpfe und das Klo mitgenommen werden.

In vielen Städten gibt es inzwischen sog. „Cat-Sitter-Clubs“. Diese Mitglieder sind meist selbst Katzenhalter und übernehmen unter anderem wechselseitig die Betreuung von Katzen.

Als letzte Alternative gilt die Tierpension. Zwar gibt es mittlerweile einige sehr gut geführte Einrichtungen, die sich eher mit einem tierischen Luxushotel vergleichen lassen, aber diese Möglichkeit ist nicht unbedingt empfehlenswert. Katzen sind sehr sensibel und jede Veränderung bedeutet für sie Stress. Zudem besteht dieser Aufenthalt aus Käfighaltung, Hundegebell, ständiger Nähe fremder Katzen und dem Verlust der vertrauten Umgebung. Auch ein Infektionsrisiko ist nicht zu unterschätzen.

Katze und Umzug

Katzen sind immer dort Zuhause, wo ihr Mensch lebt. Falls also ein Umzug bevorsteht – nehmen Sie auf jeden Fall Ihren Stubentiger mit. Dieses Ereignis wird zwar nicht gerade mit Begeisterung aufgenommen, aber auch wir Menschen haben meist wenig Spaß am Kisten schleppen.

Ein Umzug beinhaltet alles das was die Katze nicht mag, deswegen sollten Sie ein paar Dinge berücksichtigen:

  • Schaffen Sie einen Raum nur für die Katze mit allem was sie braucht und gerne mag und nehmen Sie den Vierbeiner dort in „Schutzhaft“, bevor der eigentliche Trubel beginnt.
  • Sind alle Möbel umgezogen und am richtigen Platz, dann bringen Sie die Katze in ihrem Transportkorb in die neue Wohnung. Schließen Sie Fenster und Türen und lassen Sie die Katze langsam das neue Heim begutachten.
  • Katzen mögen keine Veränderungen, es hilft ihr also wenn Sie in der neuen Wohnung die Möbel möglichst ähnlich arrangieren wie vorher.
  • Nach dem Beschnuppern sollte es eine ausreichende Beschäftigungstherapie in Form einer Spielestunde geben, damit die Katze sich schnell heimisch fühlt.
  • Auch ein paar Leckerchen und ausgiebige Schmuseeinheiten können über den Umzugsstress hinweg trösten.
  • Ein beliebtes Hilfsmittel zur Unterstützung sind Bachblüten, diese werden bereits ein paar Tage vor dem Umzug gegeben und können helfen den Stress ein wenig zu verringern.

Verhaltensregeln

  • Wecken Sie keine schlafende Katze, sie könnte erschrecken und sie aus Reflex kratzen
  • Störungen beim Fressen werden ebenfalls als äußerst ungnädig aufgenommen. Lassen sie Ihre Katze also in Ruhe Fressen und gönnen Sie ihr danach eine Pause
  • Überraschende und von oben kommende Berührungen irritieren jede Katze und können sie verängstigen. Lassen Sie die Katze also vorab an Ihrer Hand schnuppern und machen Sie langsame Bewegungen
  • Neckereien und Ärgern sind fehl am Platz. Keine Katze lacht darüber, wenn man an ihrem an Schwanz oder den Ohren zieht
  • Vermeiden Sie Poltern, Türen knallen, unkontrollierte Bewegungen oder eine laute Stimme
  • Drängen Sie eine Katze nie zu Streichel- und Schmuseeinheiten. Wenn Ihre Katze das Bedürfnis nach Nähe verspürt, dann wird sie von alleine kommen

Zusammenfassung

Lassen Sie sich von den vielen Informationen nicht verunsichern, Ihre Katze wird Ihnen schnell zeigen was sie mag und was nicht und wird Sie zu einem Katzenmenschen erziehen.

Sollten Sie Fragen zu Ihrem Stubentiger oder zum Umgang mit ihm  haben, stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne und ein Katzenleben lang mit Rat und Tat zur Seite. 

Natürlich gibt es eine ganze Menge zu beachten und Sie müssen eine Menge für Ihre Katze tun.

Und was tut das Tier für Sie? Mehr als Sie denken....

Nervostät, Hektik und Stress - sich diese Dinge abzugewöhnen, hierbei kann Ihnen ihre Samtpfote hilfreich zur Seite stehen. Wenn Sie unruhig sind erhalten Sie von ihr einen vorwurfsvollen Blick und Entspannung wird sie mit einem aufmunternden Schnurren bestärken. Die Feinfühlichkeit einer Katze ist Balsam für jede Seele. Mit ihren feinen „Antennen“ kann sie jede Stimmung des Menschen aufnehmen und Sie werden erstaunt sein, welche Reaktionen diese Tiere für uns parat haben.

 

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