15.10.2009 - Die Versöhnung

Liebe Frau Danner,

als ich gestern heimkam, merkte ich sogleich, als meine schöne Seniorin mich schnurrend begrüßen kam, dass ich vor lauter Stress den Fischladen vergessen hatte. Das war wirklich keine Rache, sondern schlichtweg Erschöpfung. Als ich mich dementsprechend auf die Couch fallen ließ, konnte mein Plüschi es kaum erwarten, bis ich mit der Felldecke zugedeckt war, damit sie oben drauf thronen konnte, und dann haben wir schlappe 2 Std. kuschelig Siesta gemacht - bis uns der Anruf einer Freundin weckte und dann noch weitere Anrufe störten! Minky war gestern abend sowieso total schmusig, bappte an mir also wie eine Schmeißfliege am Kuhfladen. Wenn sie nicht mal kurz zum Fressen und Katzenklo aufstand, lag sie direkt auf oder in Kraulhandnähe neben mir, baute sich natürlich in den spannendsten TV-Filmmomenten formatfüllend und schnurrend vor meinem Gesichtsfeld auf, um dann beidhändig gestreichelt und tiiieeerisch bewundert zu werden, nur um sich dann zur inzwischen eingespielten langweiligen Werbepause wieder lang auf meinen Beinen auszustrecken.
Ab 22 Uhr wird sie meist total müde, was ich ihrem betörenden Schlafzimmerblick entnehme und ihrem Verhalten: sie scheint nämlich immer öfters mich ins Bett zu bringen. Dabei läuft sie schnurrend hinter mir ins Schlafzimmer, wartet trippelnd, bis ich endlich zugedeckt bin und sie raufspringen kann, um dann die 3-fache Schicht von Decken tretelnd und schnurrend unter meinem Kinn festzustecken, bis sie offenbar ganz sicher ist, daß ich luftdicht verpackt bin. Dann sucht sie sich noch ein kuschliges und ruhiges Plätzchen auf mir, d.h. die nächste 1/4 Std. darf ich mich nicht bewegen, schon gar nicht umdrehen, und dann singt sie mir ihr bekanntes und kaum enden wollendes Gute-Nachtlied "schnurr-gurr", bis ich irgendwann hinfortsegle. Im Laufe der Nacht scheint sie zwischen Fußende vom Bett und Wohnzimmer zu wechseln, jedenfalls finde ich sie morgens mal hier und mal dort.

Ja ja, auch wenn so manche Erziehungsaspekte zumindest noch inhaltlich ein Fremdworrt sind und in ihrem reifen Alter wahrscheinlich auch so bleiben werden, ist sie die wundervollste Mieze weit und breit, weil sooooo schmusig. Ich muß halt toleranter werden und wegschauen, wenn wieder so ein Thema, über das wir nicht mehr reden wollen, ans Tageslicht kommt, ist doch alles dann ein "point of view".

Liebe Grüße,

Heike W.

 

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